idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
04.03.2009 11:21

Karriere bleibt Männersache

Dr. Paul Stoop Informations- und Kommunikationsreferat
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH

    Studienfachwahl entscheidet über beruflichen Erfolg

    Die Karrierechancen von Akademikerinnen entscheiden sich oft schon bei der Wahl des Studienfachs. Noch immer studieren Frauen meist typische "Frauenfächer". So sind sieben von zehn Studenten der Sprach- und Kulturwissenschaften Frauen. Typische "Frauenfächer" bringen aber im Job weniger Einkommen und Status. Zudem arbeiten Frauen direkt nach dem Studium eher im öffentlichen Dienst, Männer dagegen meist in der Privatwirtschaft, wo es bessere Karriere- und Verdienstmöglichkeiten gibt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), über die in der aktuellen Ausgabe der Vierteljahreszeitschrift "WZB Mitteilungen" berichtet wird.

    Dass Frauen bevorzugt im öffentlichen Dienst arbeiten, gilt unabhängig von Partner oder Kindern. Die Autorinnen Kathrin Leuze und Alessandra Rusconi führen dies auf zwei mögliche Ursachen zurück: Frauen werden seltener von Arbeitgebern in der Privatwirtschaft angestellt, und selbst kinderlose Frauen vermeiden riskantere Karrierepfade in der Privatwirtschaft - beides aufgrund der noch verbreiteten Vorstellung, Frauen seien für die Familie zuständig.

    Die Geschlechtsunterschiede zu Beginn der Karriere vergrößern sich, wenn Frauen eine Familie gründen und Kinder zu betreuen sind. Hochqualifizierte Frauen sind in der familienintensiven Phase, also zwischen 30 bis 49, fast vier Mal häufiger als Männer nicht erwerbstätig. Dagegen arbeiten Männer mit kleinen Kindern sogar häufiger in der Privatwirtschaft als kinderlose Männer.

    Kurzfassung der Studie in den "WZB Mitteilungen":
    http://www.wzb.eu/publikation/pdf/wm123/22-25.pdf

    Die Studie als WZB Discussion Paper (26 S.)
    http://www.wzb.eu/bal/aam/pdf/2009-501_leuze-rusconi.pdf

    Pressekontakt:
    Dr. Alessandra Rusconi, Abteilung "Ausbildung und Arbeitsmarkt", Tel.: 030/25491-174;
    E-mail: rusconi@wzb.eu
    Claudia Roth, Referat Information und Kommunikation, Tel.: 030/25491-510;
    E-mail: claudia.roth@wzb.eu


    Weitere Informationen:

    http://www.wzb.eu


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).