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Bachelor- und Masterstudiengänge sollten Abschlüsse innerhalb Europas vergleichbar machen - doch die Internationalisierung ist bisher gescheitert. Diese Bilanz zieht Jürgen Janek, Vorsitzender der Arbeitgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren der Chemie. Wieso, erläutert er im Gespräch mit den "Nachrichten aus der Chemie". Demnach dürfen Universitäten die Lehre nicht vernachlässigen; im "Teufelskreis der Exzellenzspirale" kann die Qualität sonst leicht Schaden nehmen.
"Die Lehre in Deutschland ist nicht schlecht", sagt Janek. Deutsche Absolventen kämen nach wie vor im Ausland gut an, zudem hätten viele Fachbereiche die Studieninhalte komplett überarbeitet, bevor sie die Bachelor- und Masterstudiengänge einführten. Bei dem Versuch, sich gegenseitig zu übertrumpfen, dürfen die Unis auch in Zukunft die Lehre nicht vernachlässigen. Als Alternative zu Lehrprofessuren schlägt Janek einen neuen Berufszweig vor: Lehrkoordinatoren sollen sich um die Verwaltung der neuen Studiengänge kümmern und den Professoren mehr Freiräume für die Lehre schaffen.
In vielen Ländern führen acht Semester zum Chemie-Bachelor, in Deutschland dagegen sechs - "ein struktureller Fehler", meint Janek. In der Folge seien im Ausland erbrachte Studienleistungen meist nicht anrechenbar. Die Unis sind im Sog einer "Exzellenzspirale" gefangen. Die Lehrkapazitäten können viele der neu eingerichteten Studiengänge kaum bewältigen. Außerdem sind teilweise "unstudierbare Studiengänge" entstanden.
Das vollständige Interview erschien in der Februarausgabe der "Nachrichten aus der Chemie". Die PDF-Datei des Artikels gibt es bei der Redaktion der "Nachrichten aus der Chemie" unter nachrichten@gdch.de.
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http://www.gdch.de/nachrichten "Nachrichten aus der Chemie"
http://www.gdch.de/taetigkeiten/nch/jg2009/h02_09.htm Das Februarheft der "Nachrichten aus der Chemie"
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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