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04.03.2009 14:21

Inschriften dokumentieren das wirtschaftliche und kulturelle Leben Nürnbergs um 1600

Dr. Ellen Latzin Pressestelle
Bayerische Akademie der Wissenschaften

    Am Mittwoch, 11. März 2009 werden "Die Inschriften der Stadt Nürnberg II" in Nürnberg öffentlich vorgestellt. Der Band ist im Auftrag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften entstanden und enthält 1.617 Beschreibungen von Inschriften der Friedhöfe St. Johannis, St. Rochus und Wöhrd aus den Jahren 1581 bis 1608.

    Ende des 16. Jahrhunderts befand sich die Reichsstadt Nürnberg auf dem Höhepunkt ihres Wohlstandes. Die Epitaphien der Friedhöfe St. Johannis, St. Rochus und der Vorstadt Wöhrd außerhalb der Stadtmauern stellen ein Abbild des geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens Nürnbergs dar. Mehr als 4.100 Personen, also ein Sechstel der damaligen Einwohner, werden in den Texten, Kommentaren und im Register der Publikation dokumentiert: Handwerker, Krämer und Großkaufleute, Geistliche, Juristen, Ärzte, Amtsleute und Patrizier, aber auch Glaubensflüchtlinge aus Norditalien, den Niederlanden und Österreich, die ihre internationalen Handelsbeziehungen mitbrachten. Der Band enthält 1.617 Beschreibungen von Inschriften und Inschriftengruppen der drei Friedhöfe. 920 davon sind im Original oder als Foto erhalten, 697 in Abschrift oder Druck.

    Für die Teilnahme an der Buchpräsentation ist eine Anmeldung bis 9. März 2009 erforderlich, und zwar per E-Mail unter post@di.badw.de . Die Buchpräsentation findet statt im Stadtarchiv Nürnberg, Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg. Termin: Mittwoch, 11. März 2009, 11.00 Uhr.

    Die Inschriften der Stadt Nürnberg II. Die Friedhöfe St. Johannis, St. Rochus und Wöhrd zu Nürnberg (1581-1608), ges. und bearb. von Peter Zahn, Dr. Ludwig Reichert Verlag Wiesba-den 2008, XLIV + 748 Seiten, 64 Taf. mit 140 Abb., 6 Taf. mit Marken, 1 DVD mit ca. 900Abb und Kurztexten, 2 Pläne in Taschen, ISBN 978-3-89500-554-1, EURO 98,00.

    Die Kommission für die Herausgabe der deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit der Baye-rischen Akademie der Wissenschaften erfasst und bearbeitet im Rahmen des Deutschen Inschriftenwerkes die Inschriften innerhalb Bayerns bis zum Jahr 1650. Inschriften dienen als Quelle für nahezu alle Disziplinen der Geschichte, für die Volkskunde, zahlreiche andere Fächer sowie die Denkmalpflege. Die wissenschaftliche Erfassung dient auch der Sicherung und Bewahrung eines im höchsten Maße umweltgefährdeten Kulturgutes.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie
    regional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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