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05.03.2009 09:21

Rektor Willingmann referiert zur Rolle des Rechts und der Juristen im "Dritten Reich"

Dipl.-Kfm. (FH) Andreas Schneider Pressestelle
Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

    Die dritte Vorlesung für die Schüler der gymnasialen Oberstufe des Wernigeröder Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums wird durch Prof. Dr. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule Harz, zum Thema: "Der Weg in den Unrechtsstaat - Zur Rolle der Juristen im so genannten 3. Reich" gehalten. Gäste und Freunde des Gymnasiums sind auch zu diesem im Rahmen der Veranstaltungsreihe "GHG akademisch" angebotenen Vortrag herzlich willkommen. Die zweistündige Veranstaltung beginnt um 15 Uhr in der Aula des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wernigerode, Westernstraße 29. Im Mittelpunkt der Ausführungen von Willingmann steht die Frage, mit welchen Mitteln und Personen es gelingen konnte, die demokratische Struktur und den Rechtsstaat der Weimarer Republik binnen kürzester Zeit umzubauen und in den Dienst der nationalsozialistischen Diktatur zu stellen. Der Dozent wird aufzeigen, inwieweit dabei die Berufsgruppe der Juristen in unterschiedlichen Funktionen mitgewirkt, aber bisweilen auch Widerstand geleistet hat; abschließend wird auch das Problem aufgeworfen, wie nach dem Ende des Faschismus in Deutschland die Rolle der Juristen aufgearbeitet wurde und welche Lehren daraus gezogen werden können.

    Prof. Dr. Armin Willingmann hat Rechtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Geschichte in Mainz, München und Köln studiert. Nach seinem Studienabschluss im Jahr 1989 war er für ein Jahr Stipendiat am Max-Planck-Institut für mittelalterliche und neuzeitliche Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main, anschließend Rechtsreferendar in Norddeutschland, seit 1994 Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Rostock, deren Juristische Fakultät ihn im Sommer 1998 mit einer Dissertation zu einem prozessrechtlich-internationalen Thema und der Auszeichnung "summa cum laude" promoviert hat. Seit Herbst 1999 ist Willingmann Professor für Deutsches und Internationales Wirtschaftsrecht in Wernigerode, seit Oktober 2003 Rektor der Hochschule Harz, seit November 2008 zugleich Präsident der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt.

    Mit seiner Vorlesung will Prof. Willingmann nicht nur das Wissen der Schüler aus ihrem Geschichtsunterricht erweitern, sondern auch die Brücke vom Lernen im Gymnasium zu den Lehrmethoden an Hochschulen schlagen. Der Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung fügt sich ein in die enge Kooperation des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums mit der Hochschule Harz, die sich in vielen Bereichen der wechselseitigen Förderung und Unterstützung zeigt, vom speziellen Kurs "Wirtschaftslehre", den ausgewählte Schüler der 10. und 11. Klassen an der Hochschule besuchen können, über die gemeinsame Begabtenförderung bis hin zur Teilnahme am Frühstudierendenprogramm auf dem Campus in Wernigerode.

    Die Ringvorlesung "GHG akademisch", die am 4. Juni 2009 mit dem Vortrag von Prof. Konrad Breitenborn zu den Ereignissen des 17. Juni 1953 fortgesetzt wird, ist in der Planung schon bis in das Schuljahr 2009/2010 konzipiert und wird sich wieder mit spannenden historischen Themen auseinandersetzen.


    Weitere Informationen:

    http://www.hs-harz.de


    Bilder

    Prof. Dr. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule Harz (FH)
    Prof. Dr. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule Harz (FH)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Politik, Recht
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


     

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