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05.03.2009 11:31

Erfurter Lehrerstudenten besser als der Schnitt

Jens Panse Pressestelle
Universität Erfurt

    "Wenn sonst nichts geht, geht man eben an die Schule. Schlechte Abinoten prädestinieren für den Lehrberuf", behauptet u.a. der FOCUS mit Blick auf eine aktuelle Ifo-Studie. Dem widerspricht die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Professor Dr. Andrea Schulte. Für den Bereich der Grundschullehrerausbildung an der Universität Erfurt seien die Durchschnittsabiturnoten der Studienanfänger in den letzten Jahren besser geworden.

    Die Studie des Münchner Bildungsökonomen Ludger Wößmann attestiert beispielsweise angehenden Grundschullehrern bundesweit ein durchschnittliche Abiturnote von 2,5. In Erfurt werden aufgrund der hochschulinternen Zulassungsbeschränkung dagegen deutlich höhere Anforderungen gestellt. Lag der Notendurchschnitt 2003 noch bei 2,3 so ist er im Wintersemester 2008/09 auf 1,9 gestiegen, obwohl die Zahl der Studienplätze zwischenzeitlich deutlich erhöht worden ist. Auch wenn man berücksichtigt, dass einige der zugelassenen Bewerber ihr Studium nicht aufgenommen haben und "Nachrücker" zum Zuge kamen, so ist der "effektive" Abi-Schnitt der 247 Studienanfänger mit 2,1 noch immer deutlich besser als der in der Studie ermittelte Wert. Auch für die BA-Hauptstudienrichtung Förderpädagogik, die als Vorbereitung für das MA-Lehramtsstudium zu absolvieren ist und für die erstmals 53 Studienanfänger zugelassen worden sind, ergab sich ein Durchschnittswert von 2,1. Keine gesonderte Erfassung ist bei den Regelschullehrerstudenten möglich, da diese ohne Zulassungsbeschränkung zunächst eine fachwissenschaftliche Ausbildung in einem Bachelor-Studiengang absolvieren und sich erst später mit der Entscheidung für den Master Lehramt für den Beruf qualifizieren.

    "Die innovativen Formen der Erfurter Lehrerbildung führten in den letzten Jahren zu der guten Nachfragesituation", so die Vizepräsidentin. "Disziplinäre BA-Studiengänge, die durch ihre Polyvalenz eine Vielzahl beruflicher Orientierungen eröffnen, werden durch auf Lehrämter vorbereitende MA-Studiengänge ergänzt", so Schulte. Der bundesweit einmalige BA-Studiengang "Pädagogik der Kindheit", in dem seit 2003 in Erfurt Grundschullehrer ausgebildet werden, habe sich bewährt. Inzwischen hat der zweite Jahrgang von Erfurter Lehramtsstudierenden, die nach dem Bologna-Modell ausgebildet worden sind, erfolgreich die Prüfungen absolviert.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Pädagogik / Bildung
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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