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Wissenschaft
Dritter Nachsorgekongress der Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation und Nachsorge nach Schädelhirnverletzung mit Pressegespräch.
Termin:
12.03.2009, 13:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Forschungszentrum caesar
Ludwig-Erhard-Allee 2
53175 Bonn
Kontakt:
H.Lüngen@hannelore-kohl-stiftung.de
Die schweren Unfälle prominenter Personen aus Sport und Politik haben in jüngster Zeit die Aufmerksamkeit der Medien (darunter FAZ, Zeit online, Focus, Süddeutsche Zeitung, Ärzteblatt) auf das Schicksal von Menschen mit Schädelhirnverletzungen gelenkt.
Oftmals wird nur ein Ausschnitt der gravierenden und langwierigen Unfallfolgen beleuchtet. Aufmerksamkeit wird (z.B. in der Berichterstattung über Ministerpräsident Althaus) lediglich der unmittelbaren akutmedizinischen Versorgung nach dem Unfall geschenkt. Die sich anschließenden Probleme erfahren zu geringe Aufmerksamkeit. Doch gerade hier, in der Nachsorge, gibt es gravierende Defizite zu beklagen. Hier ist der Handlungsbedarf am größten, um die Situation der jährlich 270.000 schädel-hirnverletzten Menschen in Deutschland nachhaltig zu verbessern.
Während Akutbehandlung und stationäre Rehabilitation in Deutschland flächende-ckend vorgehalten werden, fehlt es fast vollständig an einer ausreichenden Nachsorge. Manche Therapiedisziplinen sind zwar auf Rezept verfügbar, wenn auch durch verschiedene Sparmaßnahmen in unzureichendem Umfang; andere, wie etwa die Neuropsychologie, die sich mit den kognitiven und emotionalen Folgen solcher Ver-letzungen beschäftigt und Fehlentwicklungen im obigen Sinne vermeiden helfen kann, sind ambulant nicht finanziert und daher für die Betroffenen nicht zugänglich.
Unter der Schirmherrschaft der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung (http://www.hannelore-kohl-stiftung.de) haben sich Ärzte und Neuropsychologen mit Selbsthilfeverbänden und organisationen zur "Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation und Nachsorge nach Schä-delhirnverletzung" zusammen gefunden, um Lösungen für die defizitäre Versorgung Hirnverletzter in der Phase nach der Postakut-Rehabilitation zu finden.
Regelmäßig im März veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft in Bonn einen Nachsorge-kongress (http://www.nachsorgekongress.de), in dem die Diskrepanzen zwischen Realität und Notwendigkeit in der Versorgung aufgezeigt und Lösungswege diskutiert werden.
Vor dem Hintergrund der aktuell - leider nur ausschnittsweise - diskutierten Schicksale von Menschen mit Schädelhirnverletzungen laden wir Sie herzlich ein, sich auf unserem dritten Nachsorgekongress am 12. und 13. März 2009 im Forschungszentrum caesar in Bonn (http://www.caesar.de) selbst ein Bild davon zu machen, was für die Integration von Schädelhirnverletzten in das alltägliche Leben getan werden kann und muss.
Wir freuen uns auf Sie und werden Ihnen gerne für fachliche Fragen zur Verfügung stehen.
Ein Pressegespräch ist angesetzt für:
Donnerstag, 12. März um 13:30 Uhr
im Forschungszentrum caesar, Ludwig-Erhard-Allee 2,
53175 Bonn
Es stehen Ihnen zur Verfügung:
Dr. Dr. Paul Reuther, BV ambulant/teilstationäre neurologische Rehabilitation,
Dr. Hartwig Kulke, Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP),
Karl-Otto Mackenbach, SelbstHilfeVerband - FORUM GEHIRN e.V.
Dr. h.c. Ute-Henriette Ohoven, Präsidentin der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
http://www.nachsorgekongress.de
http://www.hannelore-kohl-stiftung.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
überregional
Pressetermine, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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