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06.03.2009 11:56

Leibniz-Senat empfiehlt Weiterförderung des Leibniz-Instituts für Katalyse in Rostock

Christoph Herbort-von Loeper M.A. Geschäftsstelle, Büro Berlin
Leibniz-Gemeinschaft

    Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat am gestrigen Mittwoch Bund und Ländern empfohlen, das Leibniz-Institut für Katalyse e. V. an der Universität Rostock (LIKAT) auch in den kommenden Jahren weiterhin gemeinsam zu fördern. Das LIKAT forscht zur homogenen und heterogenen Katalyse, einem wissenschaftlich und ökonomisch hoch bedeutsamen Gebiet.

    Es gelingt dem Leibniz-Institut nach Ansicht der Gutachter in ganz bemerkenswerter Weise, hervorragende wissenschaftliche Grundlagenarbeit mit anspruchsvollen anwendungsorientierten Forschungen zu verbinden. Damit besetzt das Leibniz-Institut hoch kompetent eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie.

    Das LIKAT entstand 2005 aus einer Zusammenführung zweier Institute in Rostock (Institut für Organische Katalyseforschung) und Berlin (Institut für Angewandte Chemie). Die Fusion wird in diesem Jahr mit dem Umzug des Berliner Institutsteils nach Rostock abgeschlossen. Es sei bemerkenswert, so der Senat, wie stark das Land Mecklenburg-Vorpommern sowie Bund und Länder insgesamt diesen Prozess bereits unterstützt hätten, beispielsweise durch einen Erweiterungsbau. Diese Anstrengungen müssten nun weiter verfolgt und ausgebaut werden. Wichtig sei es zum Beispiel, eine angemessene Geräteausstattung dauerhaft sicherzustellen. Außerdem sei aufgrund der hohen Einwerbung von Drittmitteln, aus denen viele hoch qualifizierte Stellen am LIKAT finanziert würden, noch weiterer Raum- und Laborbedarf vorhanden.

    Die enge Zusammenarbeit zwischen LIKAT und Universität Rostock hebt der Senat ebenfalls positiv hervor. Sie komme - ein gemeinsames Graduiertenkolleg belege dies beispielhaft - insbesondere auch der Nachwuchsförderung sehr zugute. Gute und enge Kooperation zwischen Hochschule und Leibniz-Einrichtung führe, dies zeige sich hier erneut, zu einer Win-win-Situation für beide Seiten.

    Hintergrund
    Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft evaluiert in einem Zeitraum von maximal sieben Jahren die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Auf der Grundlage der Senatsstellungnahmen überprüfen Bund und Länder in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), ob die Voraussetzungen für die gemeinschaftliche Förderung der Leibniz-Einrichtungen weiterhin gegeben sind. Der Senat ist extern besetzt, das Evaluierungsverfahren strikt unabhängig. Zur Durchführung der Evaluierungen hat der Leibniz-Senat den Senatsausschuss Evaluierung (SAE) eingesetzt. Zur Evaluierung der einzelnen Institute bildet der SAE Bewertungsgruppen, die aus international renommierten und unabhängigen Wissenschaftlern zusammengesetzt sind. Die Bewertungsgruppen besuchen die Institute und bilden sich anschließend auf der Grundlage von Textmaterialien, Institutsdaten sowie Interviews und Diskussionen mit den Institutswissenschaftlern eine Meinung über die wissenschaftliche Qualität und Bedeutung der Einrichtung.

    Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören derzeit 86 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die wissenschaftliche Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung bearbeiten. Sie stellen Infrastruktur für Wissenschaft und Forschung bereit und erbringen forschungsbasierte Dienstleistungen - Vermittlung, Beratung, Transfer - für Öffentlichkeit, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Sie forschen auf den Gebieten der Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Die Institute beschäftigen mehr als 14.000 Mitarbeiter, ihr Gesamtetat beträgt etwa 1,1 Milliarden Euro. Sie werden gemeinsam von Bund und Ländern finanziert.

    Die Stellungnahmen des Senats können unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de, Menüpunkt "Evaluierung", eingesehen werden.

    Ansprechpartner:
    Dr. Peter Heil, Leiter des Referats Evaluierung der Leibniz-Gemeinschaft
    Tel.: 030 / 9 83 17 08-02
    heil@evaluierung-leibniz.de.

    http://www.leibniz-gemeinschaft.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Chemie
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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