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Wissenschaft
Alexandra Nicole Lenz (37) erhält den Preis bei der Eröffnung der 45. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache http://www.ids-mannheim.de am 10. März 2009 im Congress Center Rosengarten Mannheim für ihre laufenden Forschungen über Besitzwechsel-Verben im Deutschen und anderen westgermanischen Sprachen.
Geben und Nehmen, Bringen und Bekommen sind bedeutsame Alltagstätigkeiten, die einen Besitzwechsel nach sich ziehen. Die grammatischen Eigenschaften und die kognitive Verankerung von Besitzwechsel-Verben stehen im Zentrum der aktuellen Forschungsinteressen von Alexandra Lenz, Associate Professor an der Rijksuniversiteit Groningen.
Der Preis in Höhe von 7.500 Euro wird für noch nicht abgeschlossene Forschungsarbeiten im Bereich der germanistischen Linguistik an Nachwuchsgermanisten vergeben. Gestiftet wurde er 1986 vom Mitbegründer und ersten Präsidenten des Instituts für Deutsche Sprache (IDS), Prof. Dr. Hugo Moser und dessen Ehefrau Hildegard Moser. Verliehen wird der diesjährige Preis zur Eröffnung der 45. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache am 10. März 2009 im Rosengarten in Mannheim, die sich mit dem Thema "Sprache intermedial: Stimme und Schrift, Bild und Ton" befasst http://www.ids-mannheim.de/aktuell/.
Alexandra Lenz erhält den Preis für ihre laufenden Forschungen über Besitzwechsel-Verben im Deutschen und anderen westgermanischen Sprachen. Das Interesse für die germanistische Sprachwissenschaft begann mit ihrem Studium der Germanistik und Mathematik in Marburg, wo sie anschließend über Substandard-Varietäten des Deutschen forschte und mit diesem Thema im Jahre 2002 promovierte.
Geben und Nehmen, Bringen und Bekommen sind bedeutsame Alltagstätigkeiten, die einen Besitzwechsel nach sich ziehen. Die grammatischen Eigenschaften und die kognitive Verankerung von Besitzwechsel-Verben stehen im Zentrum der aktuellen Forschungsinteressen von Alexandra Lenz. In einer umfassenden korpusbasierten und experimentell-linguistischen Analyse werden die Besitzwechsel-Verben aus variationslinguistischer, sprachhistorischer und sprachvergleichender Perspektive untersucht. Dabei geht es Lenz insbesondere darum, ihre Produktivität und Verwendungsvielfalt zu erklären. Denn "geben" z.B. bezeichnet nicht nur einen Besitzwechsel, sondern allein schon im Standarddeutschen vieles mehr: "wir geben Salz in die Suppe", "wir geben uns die Hand", "wir geben etwas zu verstehen" und "im Winter gibt es Schnee". Wenn man wie Alexandra Lenz mehrere Dialekte, Sprachen und historische Sprachstufen mitberücksichtigt, so wird die Verwendungsvielfalt der Besitzwechsel-Verben richtig spannend.
Mit dem Förderpreis (im Rahmen des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft) unterstreicht der wissenschaftliche Beirat der Hugo-Moser-Stiftung, dass die Arbeit von Alexandra Lenz für die sprachwissenschaftliche Forschung als besonders förderungswürdig erachtet wird.
Das Institut für Deutsche Sprache (IDS) http://www.ids-mannheim.de ist die zentrale außeruniversitäre Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation der deutschen Sprache in ihrem gegenwärtigen Gebrauch und in ihrer neueren Geschichte. Das IDS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder.
Näheres unter: http://www.leibniz-gemeinschaft.de.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sprache / Literatur
überregional
Wettbewerbe / Auszeichnungen, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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