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Wissenschaft
Studierende erleichtern Blinden und Sehbehinderten das Spielen mit LEGO
Wer denkt, dass das Bauen mit Legosteinen für Blinde und Sehbehinderte eine eher ungeeignete Beschäftigung darstellt, sollte genauer über die Aussage eines Betroffenen nachdenken: "Ich bin doch nicht blind, ich kann nur nicht sehen." Sie macht deutlich, dass jeder beim Spielen mit den bunten Steinchen Spaß haben kann. Kleine Hilfestellungen sind dabei nicht nur erlaubt, sondern von den Spielerinnen und Spielern ausdrücklich erwünscht.
Studierende des Abschlusssemesters Wirtschaftsingenieurwesen haben in einer Projektarbeit mehrere Konzepte erarbeitet, die Blinden und Sehbehinderten beim Spielen mit den bunten Legosteinen Möglichkeiten einräumen, über die sich ihre sehenden Spielkameraden nur selten Gedanken machen.
Vorschläge der Studierenden waren u.a. Farbscanner, die das Sortieren der Steine erleichtern, unterschiedliche Aufbewahrungsbehälter und Softwareprogramme, die Bauanleitungen in Sprachdateien umwandeln können. Diese Lösungen sollen helfen mit Lego kreativ räumlich zu gestalten und Formen spielerisch zu erleben. Auch die Idee eines großen Plüsch-Legosteins, der seinem Besitzer oder seiner Besitzerin geduldig Fragen beantwortet, stieß auf Begeisterung. Er kennt die Bauanleitungen, hilft beim Sortieren und gibt Anweisungen, wie zusammengebaut werden soll.
Alle diese Lösungsansätze haben bereits einen ersten Praxistest bestanden und sind bei blinden und sehbehinderten Probanden sehr gut angekommen. Ein studentisches Team wird die besten Konzeptpunkte in einer studentischen Firma realisieren. Anschubfinanzierung erhalten sie durch die Firma bu:st automotive und den Verein der Wirtschaftsingnieure (VWI).
Wir laden Sie herzlich zur Präsentation der Projektergebnisse ein.
Zeit: Freitag, 3. April 2009, ab 14.00 Uhr
Ort: Hochschule München, Lothstraße 64, 80335 München, Roter Würfel
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Elektrotechnik, Maschinenbau, Pädagogik / Bildung, Wirtschaft
regional
Pressetermine, Studium und Lehre
Deutsch

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