idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Clausthal-Zellerfeld. Um den Forschernachwuchs muss es einem in Niedersachsen nicht bange werden. Dies haben die 41, teils sehr kreativen Projekte gezeigt, die beim Landesfinale von "Jugend forscht" in der Aula der TU Clausthal vorgestellt wurden. Am Mittwochabend sind in acht Kategorien die Sieger gekürt worden, die Niedersachsen vom 21. bis 24. Mai beim 44. Bundeswettbewerb in Osnabrück vertreten werden.
"Bleiben Sie dran, bleiben Sie hartnäckig und intelligent - das ist die beste Kombination, um zu forschen." Mit diesen Worten motivierte Professor Hans-Peter Beck, der Clausthaler Vizepräsident für Forschung und Hochschulentwicklung, in einer Feierstunde die 68 Schülerinnen und Schüler, die am Landesentscheid teilgenommen hatten.
Bereits zum 29. Mal fand das Niedersachsen-Finale an der Technischen Universität im Oberharz statt. Unterstützt wurde die TU dabei vom Unternehmen E.on Kernkraft. "Die Veranstaltung soll die Jugendlichen an Naturwissenschaften und Technik heranführen und für ein Studium an der TU Clausthal begeistern", sagte Maria Schütte, die Patenbeauftragte der Hochschule für den Wettbewerb. Die Regionalentscheide eingerechnet, mischten in Niedersachsen in diesem Jahr 710 Kandidaten mit. "Seit 1965 haben deutschlandweit mehr als 150.000 Schüler an Jugend forscht teilgenommen; das sind so viele, wie in einer kleinen Großstadt leben", erläuterte Landeswettbewerbsleiter Thomas Biedermann.
Biedermann, Studiendirektor am Gymnasium in Hermannsburg, zeigte sich von mehreren Projekten beeindruckt. So haben zwei Teilnehmer ihre Arbeit bereits zum Patent angemeldet. Zum einen Florian Schilling, der aus Braunlage stammt und schon zum sechsten Mal als Jungforscher mitmachte. Der 22-Jährige, beschäftigt am Bundestechnologiezentrum in Oldenburg, entwickelte ein System zur Umrüstung eines Dieselmotors auf Gasbetrieb. "Mit seiner Idee führt er die Autoindustrie sogar ein bisschen vor", sagte Biedermann über den Landesssieger in der Kategorie Technik. Ebenfalls Patentgebühren hat Arne Grövert (20) aus Wilsum entrichtet. Sein Projekt im Bereich Arbeitswelt: Signalleuchten für den Baustellenbereich, die sich aus Windenergie speisen.
Eine andere Arbeit hat es bereits zu einer kleinen wissenschaftlichen Veröffentlichung gebracht: Das Zentrum der Milchstraße wird von einem Ring aus sogenannter kalter Dunkler Materie umschlossen. Raphael Errani (19) aus Stade simulierte mithilfe eines Modells die Entstehung dieses Rings und lieferte überzeugende Erklärungen für das Phänomen. Der pfiffige Hansestädter belegte in Geo- und Raumwissenschaften Rang eins.
Aber nicht nur die Erstplatzierten hatten Grund zur Freude. Zahlreiche Sonderpreise wie etwa Aufenthalte in Forschungsinstituten wurden vergeben. Die Firma Windaus Labortechnik spendierte darüber hinaus mehreren Schulen Gutscheine. Zu guter Letzt haben Sponsoren bereits ihre Unterstützung für "Jugend forscht" im kommenden Jahr signalisiert. Dann gibt es ein Jubiläum zu feiern. Der Wettbewerb wird zum 30. Mal an der TU Clausthal ausgetragen.
http://www.ztw.tu-clausthal.de/jufo-landeswettbewerb/
http://www.tu-clausthal.de/presse/nachrichten/details.php?id=744
Siegte in der Kategorie Technik: Florian Schilling aus dem Landkreis Goslar.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Mathematik, Physik / Astronomie
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Schule und Wissenschaft
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).