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Wissenschaft
Sachsen-Anhalts Juristennachwuchs hat im vergangenen Jahr in den juristischen Staatsprüfungen hervorragende Ergebnisse erzielt. Fast jeder Dritte schaffte ein Prädikatsexamen. Das hohe Niveau der reformierten juristischen Ausbildung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde somit erneut unter Beweis gestellt.
"Sachsen-Anhalt ist ein sehr attraktiver Standort für die Ausbildung angehender Juristen, für das juristische Studium und das anschließende Referendariat", sagte Justizministerin Professor Angela Kolb am Montag (6. April 2009) in Magdeburg. "Außerdem ist es ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass die vergangene Ausbildungsreform am Juristischen Bereich der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bemerkenswert gut verwirklicht ist." An die Stelle der ersten juristischen Staatsprüfung ist die erste juristische Prüfung getreten, die aus einer staatlichen Pflichtfachprüfung und der universitären Schwerpunktbereichsprüfung besteht.
Auch der Sprecher des Juristischen Bereichs der Martin-Luther-Universität, Prof. Dr. Reimund Schmidt-De Caluwe, zeigte sich erfreut über die im Jahr 2008 wiederum verbesserten Ergebnisse der ersten juristischen Prüfung. "Hiermit wird das gute Ausbildungsniveau und das Konzept der kontinuierlichen Betreuung und Prüfungsvorbereitung durch einen engagierten Lehrkörper bestätigt." Halle zeige sich als ein guter Standort für eine qualifizierte Juristenausbildung. Der Juristische Bereich biete hervorragende Studienbedingungen, einen engen Kontakt zwischen Studierenden und Lehrkräften sowie einen Studienplan, der den angehenden Juristen ab dem ersten Semester eine Orientierung in dem anspruchsvollen Studienfach gewährleiste. "Der Ausbau und die Verstetigung dieser Ausbildungskonzeption trägt nunmehr Früchte."
Justizministerin Kolb freute sich besonders über den hohen Anteil an Spitzennoten. "Fast jeder dritte Kandidat in der staatlichen Pflichtfachprüfung erzielte ein Prädikatsexamen und erreichte damit die Noten vollbefriedigend oder besser", sagte sie. "Und sogar 42 Prozent der Absolventen, die zusätzlich auch schon den universitären Prüfungsteil abgelegt haben, erhielten ein Prädikatsexamen in der ersten juristischen Prüfung."
Kolb sagte, der Jahresbericht 2008 des Landesjustizprüfungsamts belege eine sehr erfreuliche Entwicklung. Die Durchschnittspunktzahl der 90 erfolgreichen (von 122 geprüften) Absolventen der staatlichen Pflichtfachprüfung lag bei 7,68 Punkten, die der 70 (von 91 geprüften) Referendarinnen und Referendare, die die zweite juristische Staatprüfung bestanden haben, immerhin bei 6,81 Punkten und damit jeweils in der Notenstufe "befriedigend".
Damit sanken die Misserfolgsquoten in beiden Examina abermals deutlich: Nur etwa jeder vierte Geprüfte (26,2 Prozent) konnte die staatliche Pflichtfachprüfung nicht bestehen. Und in der zweiten juristischen Staatsprüfung scheiterten im vergangenen Jahr nur noch rund 23 Prozent erstmals an dieser letzten hohen Hürde vor dem Einstieg in einen volljuristischen Beruf. Zum Vergleich: In den Jahren 2000 und 2001 waren noch deutlich über 30 Prozent der Referendare erstmals in den Prüfungen gescheitert, 2006 und 2007 waren es jeweils noch rund 28 und knapp 25 Prozent.
Der Jahresbericht 2008 des beim Ministerium der Justiz angesiedelten Landesjustizprüfungsamts kann im Internet eingesehen werden:
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=2873
In Sachsen-Anhalt kann Jura nur an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studiert werden. Aktuell sind rund 1000 Studierende für diesen Studiengang eingeschrieben.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Reimund Schmidt-De Caluwe
Telefon: 0345 55 23138
E-Mail: reimund.schmidtdc@jura.uni-halle.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Recht
regional
Studium und Lehre
Deutsch

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