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07.04.2009 10:08

Neuer Studiengang: Biochemie

Robert Emmerich Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

    Je tiefer die Forschung in den Mikrokosmos des Lebens vordringt, umso mehr stößt sie dort auf komplizierte Netzwerke zwischen den Molekülen. Wer darüber mehr wissen will, braucht Kenntnisse in Biologie, Chemie, Physik und Medizin. Der neue Studiengang Biochemie an der Uni Würzburg vermittelt sie.

    Ob es um die Synthese von Proteinen geht oder um die Aktivierung von Genen: Die Biochemie beschäftigt sich mit den molekularen Grundlagen der Lebensprozesse.

    Biochemiker untersuchen den Aufbau einzelner Zellbausteine und deren Stoffwechsel sowie die vielschichtigen Wechselwirkungen, die es zwischen den Bausteinen gibt. Zudem erforschen sie die Kommunikation, die zwischen einzelnen Zellen abläuft.

    Viele dieser Prozesse werden nicht von einzelnen Molekülen, sondern von molekularen Maschinen gesteuert - das sind komplex zusammengesetzte Gebilde, die in der Zelle viele lebenswichtige Prozesse ausführen. Ein solcher Prozess ist zum Beispiel das korrekte Umschreiben der Erbinformation aus der DNA in Proteine.

    Biochemie bringt vier Fächer zusammen

    "Um diese komplexen Zusammenhänge des Lebens auf zellulärer und molekularer Ebene zu verstehen, ist heute ein übergreifendes Verständnis in den klassischen Fächern Chemie, Biologie, Physik und Medizin unerlässlich", sagt Biochemie-Professor Utz Fischer. Der neue Studiengang soll eine Brücke zwischen diesen Bereichen schlagen. "Die Studierenden wollen wir damit optimal auf das expandierende Arbeitsfeld der molekularen Lebenswissenschaften vorbereiten."

    Den neuen Studiengang hat Utz Fischer gemeinsam mit dem Mediziner Manfred Gessler konzipiert; beide Professoren sind am Biozentrum der Universität Würzburg auf dem Hubland-Campus tätig. Dort wird der neue Studiengang organisatorisch angesiedelt sein, getragen wird der vor allem von den Fakultäten für Chemie/Pharmazie und Medizin.

    Die Biochemie-Studierenden finden in Würzburg sehr gute Bedingungen vor: Die "angrenzenden" Studiengänge für Biologie, Chemie/Pharmazie, Biomedizin und Medizin gehören zu den Forschungsbereichen, in denen die Universität seit vielen Jahren auch international ein hohes Renommee genießt.

    Bestätigt bekam die Universität das erneut in der bundesweiten Exzellenzinitiative, bei der herausragende Universitäten mit Fördergeldern ausgezeichnet wurden: Die Würzburger Graduiertenschule für Lebenswissenschaften gehörte zu den ausgewählten Projekten. In Graduiertenschulen forschen Doktoranden gemeinsam in einer Art Klassenverbund.

    Zulassung

    Der Bachelor-Studiengang Biochemie ist auf sechs Semester angelegt und startet zum Wintersemester 2009/10. Jedes Jahr zum Winter sollen 24 Anfänger zugelassen werden. Einen viersemestrigen Master-Studiengang, der auf den Bachelor aufbaut, bereiten die Professoren Fischer und Gessler derzeit vor.

    Weitere Informationen

    Prof. Dr. Utz Fischer , T (0931) 31-84029, utz.fischer@biozentrum.uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Manfred Gessler, T (0931) 31-84159, gessler@biozentrum.uni-wuerzburg.de


    Bilder

    Biochemie-Professor Utz Fischer betrachtet mit den Biologie-Diplomanden Georg Stoll und Lisa Buckel das Ergebnis einer Protein-Trennung. Solche Analysen sind ein wichtiger Teil der biochemischen Forschung.
    Biochemie-Professor Utz Fischer betrachtet mit den Biologie-Diplomanden Georg Stoll und Lisa Buckel ...
    Quelle: Foto: Robert Emmerich


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Medizin
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

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