idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
14.04.2009 10:38

Fortschritte in der Behandlung verengter Herzklappen

Beate Schweizer Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e. V.

    München - Durch die demografische Entwicklung steigt die Zahl von Patienten mit Herzklappenerkrankungen in den Industrieländern seit Jahren an. Herzchirurgen können mit einer in den letzten Jahren neu entwickelten Operationsmethode auch ausgewählten Hochrisiko-Patienten helfen, die für die konventionelle Herzklappenoperation bisher nicht in Frage kommen. Bei dieser Methode ersetzen sie die funktionsuntüchtige Herzklappe ohne oder nur mit minimalem Öffnen des Brustkorbes. Wann, wie und mit welchem Erfolg die "Katheter-gestützte Aortenklappenimplantation" erfolgt, ist eines der Themen auf der Pressekonferenz im Rahmen des 126. Chirurgenkongresses vom 28. April bis 1. Mai 2009 in München.

    Der konventionelle Ersatz einer erkrankten Aortenklappe ist ein nachgewiesenermaßen erprobtes und erfolgreiches Operationsverfahren. Rund 97 Prozent der Patienten überleben den Eingriff, bei dem unter Vollnarkose mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine der Brustkorb und das Herz geöffnet wird. Die Lebensqualität nach der Operation ist sehr gut. Die Folgen einer erkrankten Aortenklappe für den Patienten - Atemnot, Schmerzen hinter dem Brustbein und niedriger Blutdruck bis hin zur plötzlichen Ohnmacht - sind mit der konventionellen Operation und einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt sehr gut therapierbar.

    "Für ältere Patienten mit zumeist altersbedingten gravierenden Begleiterkrankungen ist die konventionelle Methode mit einem höheren Risiko verbunden, so dass den Patienten oft von einer Operation abgeraten wurde", erläutert Professor Dr. med. Dr. h. c. Friedhelm Beyersdorf, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG). Für sie bietet sich eine erst seit wenigen Jahren zur Verfügung stehende alternative und schonendere Operationsmethode, die sogenannte kathetergestützte Herzklappenimplantation, an. Hierbei wird eine künstliche Herzklappenprothese entweder über die Leistenschlagader oder direkt über die Herzspitze mittels Katheter eingesetzt.

    Über Erfahrungen, die Ärzte in mehreren Herzzentren seit dem Jahr 2002 bei etwa 1 300 Patienten mit der kathetergestützten Aortenklappenimplantation sammeln konnten, und aktuelle Entwicklungen in der Herzchirurgie informieren Experten bei der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) anlässlich des 126. Chirurgenkongresses am 28. April 2009 im ICM München.

    Terminhinweise:

    DGCH-Pressekonferenz
    Thema:
    Humanität durch Technik in der Chirurgie - Welche neuen Entwicklungen kommen Patienten zugute?
    Dienstag, 28. April 2009, 11.30 bis 12.30 Uhr
    Ort: Saal 22b, ICM München

    DGTHG-Vortragssitzung
    Herzchirurgie für und mit anderen operativen Disziplinen
    Mittwoch, 29. April 2009, 14.30 bis 16.00 Uhr
    Ort: Saal 12, ICM München

    DGTHG-Vortragssitzung
    Extrakorporale Organunterstützung/-ersatz
    Mittwoch, 29. April 2009, 16.30 bis 18.00 Uhr
    Ort: Saal 12, ICM München

    Ihr Kontakt für Rückfragen:
    Pressestelle DGCH
    Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart, Tel.: 0711 8931-295, Fax: 0711 8931-984
    E-Mail: giesselmann@medizinkommunikation.org, http://www.chirurgie2009.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Pressetermine
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).