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16.04.2009 14:27

Gefährlicher Nord-Osten, gesunder Süd-Westen: Neue Studie über regionale Unterschiede bei Herz-Kreislauf-Sterblichkeit

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim

    Mannheim, Donnerstag, 16. April 2009 - Die Sterblichkeit ("Mortalität") an Herz-Kreislauf-Krankheiten zeigt in Deutschland deutliche regionale Unterschiede. In den besonders stark betroffenen Bundesländern wie zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern ist sie etwa doppelt so hoch wie in den Bundesländern mit den günstigsten Ergebnissen wie Baden-Württemberg. Generell ist ein klares Gefälle ("geographischer Gradient") vom Nordosten zum Südwesten Deutschlands zu verzeichnen, doch auch innerhalb einzelner Länder gibt es ausgeprägte regionale Unterschiede.

    Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung, die Prof. Dr. Stefan N. Willich (Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Charité - Universitätsmedizin Berlin) im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) durchgeführt hat. Analysiert wurden deutschlandweit alle Daten über insgesamt 2,3 Millionen Herz-Kreislauf-Todesfälle zwischen 1998 bis 2007. Im Vergleich von 1998 zu 2007 sinkt zwar die Sterblichkeit, aber das Nordost-Südwest-Gefälle bleibt bestehen. Vorgestellt wurden die neuen Daten auf der 75. Jahrestagung der DGK, auf der in Mannheim zwischen dem 16. und 18. April 2009 mehr als 7000 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern erwartet werden.

    In der nächsten Projektphase sollen die möglichen Ursachen für die regionalen Unterschiede der koronaren Sterblichkeit geklärt werden, zum Beispiel Risikofaktoren, medizinische, soziale und ökonomische Bedingungen. "Daraus werden sich Konsequenzen für die bestmögliche Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung und einer sinnvollen Prävention ergeben", so Prof. Willich. "In Anbetracht der hohen Belastung durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung hat das Projekt besondere gesundheitspolitische Bedeutung."

    Kontakt:
    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
    Pressestelle
    Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
    Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
    Roland Bettschart, B&K
    Pressezentrum am Kongress: 0612-41065003; mobil 0043 676 6356775

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgk.org


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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