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Wissenschaft
75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 16. bis 18. 4. 2009, Mannheim
Mannheim, Freitag, 17. April 2009 - Wie intensiv eine chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz, HI) behandelt wird, ist vom Geschlecht des Patienten, aber auch von jenem des Behandlers abhängig. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums des Saarlandes, die heute auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vorgestellt wurde.
Von 16. bis 18. April 2009 findet in Mannheim die DGK-Jahrestagung statt, zu der mehr als 7000 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen.
Die Forschergruppe analysierte die Behandlungsdaten von mehr als 1800 HI-Patienten. Eines der überraschenden Ergebnisse, so die Autoren: "Weibliche Ärzte behandelten ihre Patienten gleich, unabhängig von deren Geschlecht, wohingegen männliche Ärzte ihre weiblichen Patienten signifikant seltener und mit geringeren Dosierungen therapierten." Im Detail wurden Patientinnen nicht nur signifikant seltener mit ACE-Hemmern und AT 1-Antagonisten und tendenziell seltener mit Beta-Blockern therapiert als ihre männlichen Leidensgenossen, sondern auch in niedrigeren Dosierungen.
Aber auch unabhängig vom Geschlecht der Patienten hat jenes der Behandler einen Einfluss auf den Therapieverlauf, wie die Autoren betonen: "Der Einsatz sowie die erreichten Dosierungen der Herzinsuffizienztherapie waren tendenziell höher bei Patienten, die von weiblichen Ärzten behandelt wurden."
Quelle:
Baumhäkel M et al, Geschlecht des Patienten und behandelnden Arztes: Ein Risikofaktor für Patienten mit Chronischer Herzinsuffizienz? Clin Res Cardiol 98, Suppl 1, April 2009, P1066
Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
Pressestelle
Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
Roland Bettschart, B&K
Pressezentrum am Kongress: 0621-41065003; mobil 0043 676 6356775
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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