idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
17.04.2009 14:48

Risikofaktor Koronarkalk: Bestimmung mittels Elektronenstrahl-Tomografie verbessert Vorhersage des Herz-Risikos

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 16. bis 18. 4. 2009, Mannheim

    Mannheim, Freitag, 17. April 2009 - Die Bestimmung der Herzkranzgefäß-Verkalkung bei sonst gesunden Personen mittels ultraschneller CT-Untersuchung (Elektronenstrahl-Tomografie) ermöglicht eine bessere Vorhersage akuter Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Tod. Die Risikobewertung fällt mit Hilfe der gemessenen Koronargefäß-Verkalkung präziser aus, als wenn nur traditionelle Risikofaktoren wie Rauchen, Blutfett- und Blutdruckwerte, Diabetes oder Übergewicht berücksichtigt werden. Diese Ergebnisse der Heinz Nixdorf Recall Studie mit 4137 Probanden präsentierte Prof. Dr. Raimund Erbel (Essen) auf der 75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim. Dort werden von 16. bis 18. April 2009 mehr als 7.000 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen.

    Die Bestimmung der Koronargefäß-Verkalkung, so Prof. Erbel, kann auch zur Neubeurteilung ("Reklassifizierung") des individuellen Infarktrisikos einer Person genutzt werden. Hat zum Beispiel ein Patient mit durchschnittlichen herkömmlichen Risikofaktoren eine erhöhte Koronargefäß-Verkalkung, so entspricht sein Risiko jenem eines Menschen mit hohen herkömmlichen Risikofaktoren - in der Folge kann die Behandlung entsprechend angepasst werden.

    Insbesondere trifft das auf Personen mit mittlerem Infarktrisiko von zehn bis 20 Prozent innerhalb von zehn Jahren zu. Es scheint sich herauszustellen, so Prof. Erbel, dass auch bei Personen mit hohem Risiko eine Neu-Klassifizierung hilfreich sein könnte. Personen, die primär als Mitglieder einer Niedrigrisiko-Gruppe mit einem Zehn-Jahres-Risiko von weniger als zehn Prozent betrachtet werden können, profitieren von der Koronarkalk-Untersuchung nicht. Die Risikobewertung ist bei Männern deutlich besser als bei Frauen.

    Seit 20 Jahren steht mit der Elektronenstrahltomografie ein Verfahren zur Verfügung, mit dem in kürzester Zeit eine vollständige Darstellung des Herzens mit Nachweis von Koronargefäß-Verkalkungen gelingt. Prof. Erbel: "Nach einer ausreichenden Validierung der Methode mit standardisierter Aufnahmetechnik und Auswertung konnte die Methode zur Aufdeckung der subklinischen Koronarsklerose eingesetzt werden."

    Kontakt:
    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
    Pressestelle
    Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
    Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
    Roland Bettschart, Birgit Kofler; B&K Medienberatung
    Pressezentrum am Kongress: 0621-41065003; mobil 0043 676 6356775

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgk.org


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).