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17.04.2009 15:44

HIV-Studienprojekt der Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum erhält 160.000 Euro Förderung

Ricarda Wessinghage Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

    Die H.W. & J. Hector Stiftung unterstützt ein Forschungsvorhaben, das die Behandlung HIV-infizierter Kinder evaluiert.

    Das Ziel des geförderten Projektes ist es, die Datenlage in der medizinischen Versorgung HIV-positiver Kinder zu verbessern, damit die Behandlung zu optimieren und langfristige Therapieerfolge zu erreichen. Die multizentrische Studie wird ab Sommer 2009 am Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt durchgeführt.

    In der Klinik III für im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin steht die Studie mit dem Titel "Evaluation der Plasmaspiegel antiretroviraler Medikamente und des viralen Resistenzprofils und deren Auswirkung auf den Therapieerfolg bei HIV-infizierten Kindern" bereits in den Startlöchern. Die H.W. & J. Hector Stiftung unterstützt Studienleiter Dr. Christoph Königs, Arzt der Immundefektambulanz, und sein Forscherteam mit einem Betrag in Höhe von 160.000 Euro. Die bundesweite, multizentrische Studie wird im Rahmen der pädiatrischen Arbeitsgemeinschaft AIDS (PAAD e.V.; http://www.kinder-aids.de) durchgeführt. Eine multizentrische Studie ist ein Projekt, an dem mehrere Kliniken und Institutionen beteiligt sind. Neben den Frankfurter Medizinern forschen deshalb auch andere Kliniken in der PAAD, um die HIV-Behandlung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.

    Hintergrund der Studie sind mangelnde Daten zur HIV-Therapie im Kindesalter. Die Erfahrungen der Mediziner am Universitätsklinikum haben in den letzten Jahren gezeigt, dass besonders bei kleinen Kindern die Medikamentenspiegel im Blutplasma sehr niedrig sind. Die Auswirkungen dieser niedrigen Wirkstoffkonzentration im Blutplasma auf den Therapieerfolg sind unbekannt. Darüber hinaus liegen über eventuelle (Langzeit-)Nebenwirkungen der Medikamente keine Daten vor.
    Hier setzt die Studie von Christoph Königs und seiner Arbeitsgruppe an: In einem Zeitraum von fünf Jahren wollen die Mediziner Kinder beobachten, die seit ihrer Geburt HIV-positiv sind und ab diesem Zeitpunkt therapiert werden müssen, um nicht an AIDS zu erkranken. Dazu wird die Forschergruppe die Medikamentenspiegel der Kinder messen, die Resistenzen der HI-Viren gegenüber den eingesetzten Medikamenten überprüfen und die gewonnenen Daten zueinander in Beziehung setzen. Die Fördersumme der Hector Stiftung wird sowohl zur Untersuchung der kleinen Patienten als auch für die Datenerhebung und Dokumentation der Ergebnisse eingesetzt.
    Die Daten sollen darüber Aufschluss geben, wie ein maximaler Therapieerfolg mit antiretroviralen (gegen HI-Viren gerichteten) Medikamenten erreicht werden kann und welche Nebenwirkungen auftreten können.

    Die H.W. & J. Hector Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung des öffentlichen Rechts und hat u.a. das Ziel, medizinische Forschung, insbesondere im Bereich der Krebs- und AIDS-Forschung zu unterstützen. Bei der Vergabe ihrer Mittel achtet die Stiftung darauf, dass nach Möglichkeit Projekte vollständig von Studienbeginn bis -ende gefördert werden können, wie es auch beim HIV-Projekt am Frankfurter Uniklinikum der Fall ist.

    Frankfurt am Main, 17. April 2009

    Für weitere Informationen:

    Christoph Königs
    Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
    Klinik III, Immundefektambulanz
    Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
    Fon: (069) 6301 - 83 029
    Fax: (069) 6301 - 83 991
    E-Mail: ckoenigs@zki.uni-frankfurt.de

    Ricarda Wessinghage
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
    Fon: (0 69) 63 01 - 77 64
    Fax: (0 69) 63 01 - 8 32 22
    E-Mail: ricarda.wessinghage@kgu.de

    Internet: http://www.kgu.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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