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22.04.2009 11:52

Mobilität von Wissenschaftlern: Alterssicherung besser regeln

Susanne Schilden Pressestelle
Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

    "Mobilität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist eine Bedingung für Wissenschaft und Innovation. Derzeit behindern die Systeme der Alterssicherung diese Mobilität innerhalb Europas. Das muss sich dringend ändern", erklärte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel heute vor der Presse in Berlin. Dazu hat die Mitgliederversammlung der HRK gestern in Aachen einstimmig Empfehlungen verabschiedet.

    Die HRK benennt darin Aufgaben für die Hochschulen, die Versicherungs- und Versorgungsträger sowie die Bundes- und Länderregierungen mit dem Ziel, die geographische und sektorale (zwischen Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen) Mobilität von Wissenschaftlern zu fördern.

    Den Hochschulen wird empfohlen, mobilitätswilligen und ausländischen Wissenschaftlern mehr Beratung anzubieten.

    Die Versicherungsträger der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes und die Tarifpartner werden aufgefordert, europaweit besser zusammenzuarbeiten. Ein Wissenschaftler soll am Ende seiner Berufslaufbahn Klarheit über seine Rentenansprüche erhalten. Außerdem sollten Anwartschaften gegenseitig anerkannt werden.

    Von Bund und Ländern erwartet die HRK, dass sie bei der anstehenden Reform des Beamtenrechts die Mobilitätsbedürfnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern berücksichtigen und die Mitnahmefähigkeit von Versorgungsanwartschaften vorsehen. Eine weitere Forderung lautet, die Unverfallbarkeitsfrist für Anwartschaften zu kürzen. Bisher verliert ein Wissenschaftler seine Ansprüche, wenn er nach weniger als fünf Jahren ausscheidet.

    Wintermantel: "Angesichts des Zusammenwachsens des Europäischen Hochschul- und Forschungsraumes müssen die notwendigen Reformen dringend angegangen werden.
    Die Vision eines europäischen Pensionsfonds für Wissenschaftler im Bereich der Zusatz- und Betriebsversicherungen, die von der Europäischen Kommission geprüft wird, stellt dabei die radikalste Lösung dar."


    Weitere Informationen:

    http://www.hrk.de/de/beschluesse/109.php


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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