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Wissenschaft
Verlässlicher Partner in schwierigen Zeiten
Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erweist sich die Düsseldorfer Gerda Henkel Stiftung für Hochschulen und Forschungseinrichtungen weltweit als verlässlicher Partner: Im vergangenen Jahr wurden nicht nur die monatlichen Stipendiensätze erhöht, sondern auch mit über 8,9 Millionen Euro so viele Mittel wie noch nie zuvor für Projekte aus dem Bereich der Historischen Geisteswissenschaften bewilligt. Rund 300 Projekte wurden neu in die Förderung aufgenommen. Der nun vorliegende Jahresbericht 2008 der Stiftung stellt Forschungsergebnisse und neue Initiativen vor.
HÖHERE STIPENDIEN FÜR NACHWUCHSWISSENSCHAFTLER
Mit der Erhöhung der monatlichen Sätze für die Promotions- und Forschungsstipendien zum 1. Januar 2009 positioniert sich die Gerda Henkel Stiftung als stabiler Partner für die Wissenschaft. Nachwuchswissenschaftlern ideale Bedingungen zur Verwirklichung ihrer Forschungsvorhaben zu bieten, ist seit über 30 Jahren ein zentrales Anliegen der Stiftung. Für Doktorandinnen und Doktoranden bietet die Stiftung daher ein eigenes Förderprogramm an. Im Berichtsjahr 2008 erhielten 46 junge Forscherinnen und Forscher ein Stipendium, darunter auch Erika Dahlmanns aus Marburg. Die Doktorandin beschäftigt sich mit der Verarbeitung des Genozids in Ruanda von 1994 und fragt danach, wie ethnische Differenz und nationale Einheit in Bildern und Symbolen dargestellt, in Theaterstücken aufgegriffen oder an Gedenk- und Feiertagen inszeniert werden.
GEGENWARTS- UND ZUKUNFTSBEZOGENE THEMEN NEU IN DER FÖRDERUNG
Mit dem 2008 eingeführten operativen Förderschwerpunkt "Konfliktforschung" ergänzt die Gerda Henkel Stiftung das bewährte Spektrum der Historischen Geisteswissenschaften um Projekte mit gegenwarts- und zukunftsbezogenen Fragestellungen. Ziel der Initiative ist es, Wissen über die Ursachen und den Umgang mit neuen Kriegen und Terrornetzwerken zu gewinnen und damit zumindest indirekt einen Beitrag zur Friedenssicherung zu leisten. Im Frühjahr 2009 neu ausgeschrieben wurde das Programm "Islam, moderner Nationalstaat und transnationale Bewegungen". Der Förderschwerpunkt wendet sich an Forscherinnen und Forscher, die die Entstehung politischer Bewegungen in der islamischen Welt auf nationaler oder transnationaler Ebene untersuchen und dabei auch aktuelle Entwicklungen berücksichtigen.
INTERNATIONALES ENGAGEMENT AUSGEBAUT
Mit dem neuen Schwerpunkt "Archäologie in der Mongolei" hat die Stiftung im Berichtsjahr ihren internationalen Auftritt gestärkt. Im Mittelpunkt der Förderung steht mit dem Orchon-Tal die Wiege spätnomadischer Stadtkultur und die bedeutendste spätnomadische Stadtlandschaft im nördlichen Zentralasien. Neben Karakorum, der Hauptstadt Dschingis Khans, findet sich im Orchon-Tal die uighurische Hauptstadt Harbalgas aus dem 7. und 8. Jahrhundert. Weithin sichtbares Zeugnis der alten Siedlungsstruktur ist die gewaltige Palaststadt, deren Mauerreste und Wälle noch heute bis zu 12 Meter hoch aus dem Boden ragen. Das Deutsche Archäologische Institut und die Mongolische Akademie der Wissenschaften arbeiten dort seit 2007 innerhalb der "Mongolisch-Deutschen Orchon-Tal Expedition".
Gerne senden wir Ihnen auf Wunsch ein Exemplar des Jahresberichts zu. Elektronisch ist der Bericht auf der Homepage der Stiftung zugänglich
Kontakt:
Gerda Henkel Stiftung
Pressestelle
Dr. Anna-Monika Lauter
Malkastenstr. 15
40211 Düsseldorf
Tel.: 0211 93 65 24 0
Fax: 0211 93 65 24 44
http://www.gerda-henkel-stiftung.de - Jahresbericht der Gerda Henkel Stiftung
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Kunst / Design, Musik / Theater, Religion, Sprache / Literatur
überregional
Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
Deutsch

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