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24.04.2009 16:13

Langfristige Förderung des Rudolf-Virchow-Zentrums gesichert

Sonja Jülich Public Science Center
Rudolf-Virchow-Zentrum / DFG - Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin

    DFG bestätigt weitere 4 Jahre, Universität Würzburg und Land Bayern beabsichtigen Institutionalisierung

    Würzburg, 23. April 2009. Das Rudolf-Virchow-Zentrum hat auch die zweite Begutachtung sehr erfolgreich bestanden. Mit insgesamt rund 27,5 Millionen Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin für weitere vier Jahre bis 2013. Dann ist die maximale Förderdauer eines DFG-Forschungszentrums erreicht. Danach soll das Zentrum eine feste Institution werden.

    Als "weltweit konkurrenzfähig und sichtbar" bezeichnen die Gutachterinnen und Gutachter das Zentrum in ihren Empfehlungen. Es habe sich in den vergangenen vier Jahren hervorragend entwickelt, als besonders interessant und bedeutsam werden die Arbeiten zur Krebs- und Plättchenforschung, sowie die hohe Anzahl der aus den Forschungsarbeiten hervorgegangenen Patente bewertet. Ein hervorragendes Ergebnis - die nächsten vier Jahre wurden heute durch den Hauptausschuss der DFG bewilligt, das Zentrum somit bis 2013 gesichert. Damit bekommt das Zentrum die maximale Förderdauer eines DFG-Forschungszentrums von 12 Jahren bewilligt. Insgesamt waren 2002 die ersten drei DFG-Forschungszentren (Würzburg, Bremen und Karlsruhe) an den Start gegangen; bei allen dreien geht es vier Jahre weiter.

    Würzburg hat allerdings einen besonderen Erfolg zu vermelden: Nach der maximalen Förderdauer strebt die Universität und das Land Bayern die Institutionalisierung an. So kamen auch besondere Glückwünsche vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch. In seiner öffentlichen Rede bei der Begutachtung bezeichnete er das Zentrum als einzigartig und innovativ. Deshalb sei es die "feste Absicht der Staatsregierung, frühzeitig die Weichen für den langfristigen Erhalt des gesamten Zentrums, über die Förderung der DFG hinaus, zu stellen und die erforderlichen Mittel für eine Institutionalisierung bereitzustellen", so Dr. Wolfgang Heubisch. Diese unabhängige Förderung an einer Universität ist einmalig und einzigartig. Dazu griff die Staatsregierung bereits in der letzten Legislaturperiode zum stärksten politischen Mittel, das ihr obliegt. Sie erließ dazu einen Beschluss des Bayerischen Ministerrats, sich nach der letzten Förderperiode 2013 beim Landtag mit Nachdruck für den Ausgleich der wegfallenden Mittel einzusetzen.

    Bereits jetzt hat der Freistaat Bayern einen großen Beitrag zur Forschung am Rudolf-Virchow-Zentrum geleistet. Der Freistaat Bayern und der Bund haben nicht nur 71 Millionen Euro für den Umbau der ehemaligen Chirurgischen Klinik bereit gestellt, sondern auch das so genannte Bio-Imaging Center eingerichtet, welches das Zentrum mit bildgebenden Methoden bei der Forschung unterstützt. Pünktlich zur dritten Förderperiode ziehen die Mitarbeiter Anfang Juli gemeinsam mit dem Institut für Molekulare Infektionsbiologie in den Neubau ein.

    Die Nachricht der DFG und vom Land Bayern löst in Würzburg Stolz und Freude aus: Über 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können jetzt weiterforschen. "Ein Zentrum, an dem junge und etablierte Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen gemeinsam Spitzenforschung im Bereich der Biomedizin betreiben können - das war unser Traum. Wir haben gezeigt, dass das auch an einer Universität möglich ist, wenn starre Strukturen eingerissen werden. Die Bestätigung der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist eine besondere Auszeichnung für jeden einzelnen am Zentrum", freut sich Prof. Martin Lohse über die Entscheidung der DFG. Das Zentrum solle jetzt als Prototyp für Forschungszentren an Universitäten dienen, Gespräche mit dem Land Bayern und der DFG sind bereits geplant.

    Das Rudolf-Virchow-Zentrum gehört als Zentrale Einrichtung zur Universität Würzburg. Das Zentrum wurde im Januar 2002 gegründet. In den drei Bereichen "Nachwuchsgruppeninstitut", "Kernzentrum" und "Forschungsprofessuren" arbeiten zurzeit neun Arbeitsgruppen auf dem Gebiet der Schlüsselproteine. Außerdem gehört ein Lehr- und Ausbildungsbereich zum Rudolf-Virchow-Zentrum. Gemeinsam mit den Fakultäten für Biologie und Medizin der Universität Würzburg werden ein Studiengang Biomedizin und eine "Graduate-School" für Doktoranden angeboten. Das "Public Science Center", eine eigene Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein.

    Kontakt:
    Rudolf-Virchow-Zentrum / DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin
    Sonja Jülich (Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
    Telefon 0931 / 201 487 14, Mobil: 0174-2118850
    Email: sonja.juelich@virchow.uni-wuerzburg.de

    Prof. Dr. Martin Lohse
    Sprecher des Rudolf-Virchow-Zentrums
    Telefonisch und per Mail über die Pressestelle zu erreichen


    Weitere Informationen:

    http://www.rudolf-virchow-zentrum.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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