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28.04.2009 12:00

Deutsches Studentenwerk: "Student Services sind Erfolgsschlüssel für Bologna-Reform"

Stefan Grob Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Studentenwerk

    Zur heute in Belgien beginnenden Konferenz der 46 Bologna-Staaten fordert das Deutsche Studentenwerk, die Service- und Beratungsangebote für die schätzungsweise 20 Millionen Studierenden des europäischen Hochschulraums auszubauen.

    "Seit Jahren wird über die 'soziale Dimension' des Bologna-Prozesses gesprochen. Die Selbstverpflichtung der 46 Bologna-Minister in London im Jahr 2007, adäquate Student Services bereit zu stellen, bleibt jedoch in den vorgelegten Aktionsplänen weiter uneingelöst." Dies sagte Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), zur heute in Belgien beginnenden Bologna-Nachfolgekonferenz der europäischen Bildungsministerinnen und -minister. Als Beispiele nannte Meyer auf der Heyde eine ausreichende Studienfinanzierung, preisgünstigen Wohnraum, umfassende psychologische und soziale Beratung, kulturelle Förderung sowie Kinderbetreuung.

    "Der einheitliche europäische Hochschulraum von 46 Staaten, mit schätzungsweise 20 Millionen Studierenden und einheitlichen Studienabschlüssen, wird außerhalb Europas zunehmend wahrgenommen. Eine nur auf die Studienorganisation begrenzte Orientierung am anglo-amerikanischen Studien- und Lehrsystem reicht jedoch nicht. Der europäische Hochschulraum kann seine internationale Wettbewerbsfähigkeit nur steigern, wenn auch die beispielsweise in den USA geltenden Standards bei den Service- und Beratungsangeboten für Studierende gleichermaßen als Benchmarks gelten", erklärte Meyer auf der Heyde, der auch Vizepräsident des europäischen Dachverbands "European Council for Student Affairs" (ECStA) ist.

    Bisher aufgetretene Probleme bei der Umsetzung der Bologna-Reform, wie die tendenziell rückläufige Mobilität der Bachelor-Studierenden, steigende Leistungs- und Prüfungsanforderungen, zunehmender Stress oder geringerer zeitlicher Spielraum für studienfinanzierende Erwerbstätigkeit, machten adäquate, leistungsfähige Service- und Beratungsangebote für Studierende immer wichtiger, erläuterte Meyer auf der Heyde. "Der Ausbau der 'Student Services' ist ein Schlüssel für den Erfolg des Bologna-Prozesses ingesamt."

    Der DSW-Generalsekretär stellt fest: "Was auf nationaler Ebene für Deutschland gilt, gilt auch für die 46 Bologna-Staaten insgesamt: Die Steigerung der studentischen Mobilität, der Abbau von sozialen und finanziellen Barrieren beim Hochschulzugang, Chancengleichheit für Studierende in besonderen Lebenslagen oder mit Behinderung: All dies setzt eine leistungsfähige soziale Infrastruktur voraus." Der Bologna-Prozess gehe in sein zehntes Jahr, aber mit der Umsetzung der bereits in Berlin 2003 beschlossenen "sozialen Dimension" stehe man "erst am Anfang", konstatierte Meyer auf der Heyde.

    Gleichzeitig kritisierte er: "Es macht wenig Sinn, wenn sich die Bologna-Staaten zur Bereitstellung adäquater Student Services verpflichten und Aktionspläne zur sozialen Dimension vorlegen, gleichzeitig aber die in den einzelnen Ländern verantwortlichen Organisationen für die 'Student Services' nicht offiziell am Bologna-Prozess beteiligen." Er forderte die Bildungsministerinnen und -minister auf, neben den europäischen Hochschul- und Studierendenverbänden künftig auch den ECStA als Partner im Bologna-Prozess anzuerkennen.


    Weitere Informationen:

    http://www.ecsta.org - Homepage des European Council for Student Affairs (ECStA)


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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