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Wissenschaft
Die österreichische Biochemikerin Arabella Meixner ist eine von 49 Nachwuchstalenten aus Wissenschaft und Kunst, die am 29. April 2009 mit dem Theodor Körner Preis ausgezeichnet wurden. Die vierzigjährige Forscherin erhielt die mit 1500 Euro dotierte Anerkennung für ihre Arbeiten zu induzierten Stammzellen bei Mäusen.
Induzierte pluripotente Stammzellen (ipS) sind die Multitalente unter den Zellen und eine große Hoffnung der Humanmedizin. Sie werden aus Körperzellen gewonnen und durch gentechnische Verfahren "rückprogrammiert". Aus ipS-Zellen lässt sich jedes beliebige Körpergewebe züchten. Der entscheidende Vorteil dabei: da sie körpereigenes Erbgut besitzen, werden ipS-Zellen vom Organismus nicht abgestoßen. Ihre Gewinnung umgeht außerdem das ethische Dilemma der Verwendung von embryonalem Gewebe.
Ziel des von Arabella Meixner koordinierten Projekts "Establishment of pluripotent stem cells from mice" ist es, die iPS-Technologie in Österreich zu etablieren und reprogrammierte Zellen auf ihre Alleskönner-Qualitäten zu testen. In einem nächsten Schritt soll es möglich sein, genetische Defekte in Maus-iPS Zellen durch homologe Rekombination zu reparieren und auf diese Weise normale, gesunde Zellen zu erhalten. Die Forscher gehen davon aus, dass ipS-Zellen in Zukunft als Ersatz für zerstörtes Gewebe genutzt werden können und zur Analyse der Entstehung von Krankheiten beitragen.
Der Theodor Körner Preis wird seit 1953 jährlich vergeben und ist als Starthilfe in eine wissenschaftliche oder künstlerische Laufbahn gedacht.
Über die Preisträgerin
Arabella Meixner studierte Biochemie in Wien und schloss ihr Studium 1999 mit dem Doktorat ab. Ihre postdoktorale Ausbildung führte sie zunächst an das Institut für Molekulare Pathologie (IMP) und danach an das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der österreichischen Akademie der Wissenschaften. Derzeit leitet sie das Stammzell-Zentrum am IMBA und koordiniert ein Netzwerk für funktionelle Mausgenomik im Rahmen der österreichischen GEN-AU Inistiative.
Über IMBA
Das IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften kombiniert Grundlagen- und angewandte Forschung auf dem Gebiet der Biomedizin. Interdisziplinär zusammengesetzte Forschergruppen bearbeiten funktionsgenetische Fragen, besonders in Zusammenhang mit der Krankheitsentstehung. Ziel ist es, das erworbene Wissen in die Entwicklung innovativer Ansätze zur Prävention, Diagnose und Therapie von Krankheiten einzubringen.
IMP- IMBA Research Center
Zwischen dem Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP), das 1988 von Boehringer Ingelheim gegründet wurde, und dem seit 2003 operativen Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IMBA) wurde eine enge Forschungskooperation vereinbart. Unter dem Namen "IMP-IMBA Research Center" greifen die beiden Institute auf eine gemeinsame Infrastruktur im wissenschaftlichen und administrativen Bereich zu. IMP und IMBA beschäftigen insgesamt rund 400 Mitarbeiter aus 30 Nationen und sind Mitglieder des Campus Vienna Biocenter.
Kontakt:
Dr. Heidemarie Hurtl, IMBA Communications
Tel. +43 1 79730-3625
Mobil: +43 (0)664 8247910
heidemarie.hurtl@imba.oeaw.ac.at
http://www.austromouse.at - Informationen zum GEN-AU Projekt
http://www.imba.oeaw.ac.at - Homepage des IMBA
http://www.theodorkoernerfonds.at - Details zum Preis
Dr. Arabella Meixner
Quelle: Foto: IMP-IMBA Research Center
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Medizin
überregional
Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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