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04.05.2009 12:44

Exzellente Ausbildung für junge Wissenschaftler

Dr. Angela Homfeld Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie an der Universität Hamburg (HPI)

    Anfang Mai startet in der Metropolregion Hamburg ein ambitioniertes Ausbildungsprogramm für junge Nachwuchswissenschaftler. Die Leibniz-Graduate School mit dem Titel "Modellsysteme für Infektionskrankheiten" bietet acht herausragenden Stipendiaten ein in Norddeutschland einzigartiges Graduiertenprogramm für Infektionsforschung. Prof. Bernhard Fleischer vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin ist Sprecher der Leibniz-Graduate-School: "Wir freuen uns, mit diesem Programm wissenschaftlichen Nachwuchs in Hamburg fördern zu können. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler profitieren von der Exzellenz der beteiligten Institute und ihrer engen Zusammenarbeit."

    Das Programm vernetzt die führenden Institute im Bereich der Infektionsforschung im Raum Hamburg. Es sind die drei Leibniz-Institute Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI), Forschungszentrum Borstel (FZB) und das Heinrich-Pette-Institut (HPI), weltweit anerkannte Einrichtungen zur Grundlagenforschung für globale Infektionskrankheiten. Sie gründeten 2006 das Leibniz-Center for Infection (LCI). Außerdem beteiligt sich das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf an der Graduiertenschule. Die Förderung stammt aus Mitteln des Paktes für Forschung und Innovation.

    Die Leibniz-Graduate School bietet den Stipendiaten ein interdiziplinäres anspruchsvolles Lehr- und Ausbildungsprogramm, in dem sie neben ihrem eigenen Forschungsthema intensive Einblicke in Fragestellungen und Methoden der Parasitologie, Bakteriologie, Virologie und Immunologie erhalten. Dabei befassen sich die jungen Wissenschaftler mit hochaktuellen und bedeutenden Problemen der Infektionsforschung, so z.B.
    o Welche zellulären Faktoren schützen vor der Entstehung von AIDS und bieten evtl. Ansatzpunkte für neuartige Therapien gegen HIV/AIDS?
    o Wie dringt der Malaria-Erreger mit Hilfe invasiver Proteine in rote Blutzellen ein und wie kann dies therapeutisch unterdrückt werden?
    o Wie bilden Staphylokokken sogenannte Biofilme in Blutgefäßen und führen so zu lebensgefährlichen bakteriellen Infektionen, die sich dem Immunsystem entziehen?
    o Wie lassen sich Adenoviren als Genvektoren für die gezielte Krebstherapie optimieren?
    o Wie manipuliert der Erreger der tropischen Theileriose die infizierten Zellen und führt so zu einer der schwersten Protozoenseuchen in Viehherden Afrikas?
    o Wie gelangen Prione in das zentrale Nervensystem infizierter Patienten und wie werden sie in den Membranen der Neurone verankert?

    Jeder Stipendiat untersucht seine infektiologische Fragestellung experimentell in einem geeigneten Modellsystem. "Die beteiligten Forschungsinstitute bieten hierfür eine Vielfalt hochmoderner Technologien, die im norddeutschen Raum einzigartig ist", erklärt Fleischer. Dazu gehören zum Beispiel die Live-Video-Mikroskopie, Systemische Kryo-Elektronenmikroskopie (EM) und Environmental-Scannung EM, hochauflösende Massenspektroskopie und Zellsorter, tomographische Elektronenmikrokopie und Hochsicherheitslabore der Stufen 3 und 4.

    Neben dem engen Mentoring durch zwei Betreuer und neben regelmäßigen Weiterbildungen in wissenschaftlicher Theorie und Praxis, präsentieren sich die Stipendiaten bei Fortschrittsberichten und Seminaren in englischer Sprache. Bernhard Fleischer ist besonders stolz auf einen weiteren Baustein der Ausbildung: "Wir werden die Studenten auf eine internationale Wissenschaftlerkarriere vorbereiten und bieten deswegen auch Fortbildungen in den so genannten Soft Skills und Methoden guter wissenschaftlicher Praxis an." Dazu gehören Kenntnisse in Projektentwicklung, Drittmitteleinwerbung, Dokumentation, Präsentationstechniken und Wissenschaftskommunikation. Die Graduierten besuchen wissenschaftliche Tagungen und verbringen einen mehrwöchigen Forschungsaufenthalt in einem internationalen Labor.

    Informationen zur Leibniz-Graduate-School:
    Prof. Dr. Bernhard Fleischer (Sprecher der Leibniz-Graduate-School); fleischer@bni-hamburg.de
    Dr. Nicole Nolting (Koordinatorin der Leibniz-Graduate-School); nicole.nolting@hpi.uni-hamburg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.bni-hamburg.de - Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
    http://www.fz-borstel - Forschungszentrum Borstel - Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften
    http://www.hpi-hamburg.de - Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie
    http://www.uke.de - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf


    Bilder

    Die Leibniz-Graduate School ist eine Initiative des Leibniz Center for Infection
    Die Leibniz-Graduate School ist eine Initiative des Leibniz Center for Infection


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Medizin
    überregional
    Kooperationen, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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