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Wissenschaft
Älteste Moorleiche Niedersachsens aus der Eisenzeit wird durch die Paläopathologie der Universitätsmedizin Göttingen untersucht.
EINLADUNG zum Pressegespräch am Freitag, 8. Mai 2009 um 11:00 Uhr im kleinen Hörsaal der Abteilung Anatomie und Embryologie
(umg) Auch die letzten Geheimnisse ihres Alltags in der Eisenzeit sollen der ältesten Moorleiche Niedersachens entlockt werden. "Moora" kam vor etwa 2650 Jahren in der Region des heutigen Uchter Moores zu Tode. Im Jahr 2000 wurde sie geborgen, fünf Jahre später ihre Identität weitgehend geklärt. Nun wird die Leiche des 17- bis 20-jährigen Mädchens ein Jahr lang mit modernen Methoden paläopathologisch und klinisch untersucht. Dazu arbeiten die Institute und Kliniken der Universitätsmedizin Göttingen sowie der Universitäten Hildesheim und Mainz zusammen. Die Leitung der Untersuchungen hat der Paläopathologe Prof. Dr. Dr. Michael Schultz aus der Abteilung Anatomie und Embryologie der Universitätsmedizin Göttingen. Die Untersuchungen werden in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt. Sie erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege.
Über die paläopathologischen Untersuchungen der ältesten Moorleiche Niedersachsens möchten wir Sie gerne informieren. Wir laden Sie herzlich ein zum
PRESSEGESPRÄCH
"Mooras letzte Geheimnisse - Paläopathologische Untersuchungen"
Freitag, 8. Mai 2009, 11:00 Uhr
Abteilung Anatomie und Embryologie, Kleiner Hörsaal
Kreuzbergring 36, 37075 Göttingen
Die Moorleiche wird am Pressetermin zu sehen sein.
Parkmöglichkeiten: Parkplatz zwischen Abt. Biochemie/Biophysiologie und Abt. Anatomie. Oder: Parkhaus Goßler Straße (am besten: Technik vorher ausladen)
IHRE GESPRÄCHSPARTNER:
Dr. Stefan Winghart, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Hannover
Dr. Henning Haßmann, Landesarchäologe, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover
Dr. Andreas Bauerochse, Projektkoordinator "Projekt Moora", Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover
Prof. Dr. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, Hamburg
Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Vorstand Forschung und Lehre, Universitätsmedizin Göttingen
Prof. Dr. Christoph Viebahn, Geschäftsführender Leiter des Zentrums Anatomie, Universitätsmedizin Göttingen
Prof. Dr. Dr. Michael Schultz, Abteilung Anatomie und Embryologie, Universitätsmedizin Göttingen
Wir bitten Sie mit beiliegender Fax-Antwort um eine kurze Rückmeldung, ob Sie kommen werden. Vielen Dank!
Moora - die Moorleiche aus dem Uchter Moor
Die im Jahre 2000 bei Torfarbeiten im Uchter Moor entdeckte Moorleiche wurde zunächst von der Nienburger Polizei als ein neuzeitlicher Leichenfund behandelt, dessen Herkunft nicht ermittelt werden konnte. Erst im Jahre 2005, nach dem Auffinden einer linken Hand an derselben Fundstelle, die zum übrigen Leichenfund passte, konnte die Identität dieser jungen Frau durch die Untersuchungsergebnisse der Hamburger Rechtsmedizin unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Püschel zweifelsfrei geklärt werden. Es handelt sich demnach um den Körper einer jungen Frau, die vor etwa 2650 Jahren in der Region des heutigen Uchter Moores zu Tode kam. Der Fund gilt als die älteste Moorleiche Niedersachsens.
Bisher liegen Untersuchungsergebnisse aus der Archäologie, Forensischen und Physischen Anthropologie und Radiologie vor. So konnten Lebensalter, Geschlecht, Konstitutionstyp und der genetische Fingerabdruck ermittelt werden. Diese Ergebnisse wurden bereits in Buchform veröffentlicht: Andreas Bauerochse, Henning Haßmann, Klaus Püschel [Hrsg.] 2008: "Moora" - Das Mädchen aus dem Uchter Moor - Eine Moorleiche der Eisenzeit aus Niedersachsen, I. Teil. In: Materialhefte zur Ur- und Frühgeschichte Niedersachsens, Band 37. Verlag Marie Leidorf, Rahden/Westf..
WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Weller, Telefon 0551 / 39-9959
Robert-Koch-Str. 42, 37075 Göttingen
presse.medizin@med.uni-goettingen.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Medizin
überregional
Forschungsprojekte, Pressetermine
Deutsch

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