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04.05.2009 15:10

MPIWG Konzert- und Vortragsreihe "Physiologie des Klaviers" untersucht die musikalische Stimmung von Galilei bis Planck

Dr. Hansjakob Ziemer Kooperationen und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte

    Am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte wird nach 2007 und 2008 zum dritten Mal in Konzerten und Vorträgen der Zusammenhang von Klavier, menschlichem Körper und musikalischen Klang an historischen Beispielen erforscht. Namhafte Musikwissenschaftler, Komponisten und Pianisten widmen sich in der ersten von zwei Veranstaltungen der Historizität und Veränderlichkeit musikalischer Stimmung in der Wissenschaft und in der Aufführungspraxis.

    Die Stimmung des Klaviers erscheint heute selbstverständlich, sie beruht auf der Idee, alle spielbaren Tonabstände aus gleichen Abständen aufzubauen. Da diese Praxis sich für die Einrichtung elektronischer Instrumente anbot, ist sie heute allgegenwärtig. In der nächsten Veranstaltung am 13.5.2009 (19.00 Uhr) stellt der Schweizer Komponist Edu Haubensak dieses Stimmungssystem mit seiner Musik in Frage und verwandelt mit seinen auskomponierten Stimmungen und den dafür geschriebenen Stücken das Klavier in ein neues Instrument. Tomas Bächli wird zwei dieser Stücke spielen, die jeweils eine andere Art vorführen, das Klavier zu stimmen. Die Suche nach wohlklingenden, praktikablen und musikalisch produktiven Stimmungssystemen zieht sich durch die Wissensgeschichte. Forscher wie Galilei und Kepler, Hermann von Helmholtz und Max Planck haben sich die Frage nach der richtigen Stimmung gestellt. Ein Vortrag von Wolfgang Auhagen, Professor für Systematische Musikwissenschaft an der Universität Halle, wird in die Geschichte der Stimmungssysteme für Tasteninstrumente einführen.

    Seit 2006 befassen sich Wissenschaftshistoriker, Künstler und Musikwissenschaftler am MPIWG mit der Frage, wie und warum das Klavierspiel zu einem Paradigma für die Erforschung des Menschen geworden ist. An einem weiteren Abend sprechen Ragna Schirmer und Hans-Christian Jabusch über Hirnphysiologie und die Praxis des Klavierübens (10.Juni 2009, 19.00 Uhr).

    Aktuell informiert eine Feature Story auf der Homepage des MPIWG über die Geschichte der Physiologie des Klaviers am Beispiel von Experimenten in den 1920er Jahren (www.mpiwg-berlin.mpg.de).


    Weitere Informationen:

    http://www.mpiwg-berlin.mpg.de
    http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/exp/kursell/concerts.html


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Medizin, Musik / Theater
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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