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Wissenschaft
Literaturwissenschaftliche Genderforschung heute
Mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den USA, Kanada und aus elf europäischen Ländern findet am 15. und 16. Mai 2009 an der Ruhr-Universität Bochum eine internationale Tagung zur literaturwissenschaftlichen Genderforschung statt. Die Teilnehmer diskutieren Fragen der Erzählforschung und Gattungspoetik, zum Beispiel: Wie gehen Autorinnen mit den etablierten Erzählgattungen um? Welchen Beitrag leisten sie bei der Entstehung neuer Erzählformen? Welche Rolle spielen die Leserinnen und die Literaturkritik dabei? Tagungssprachen sind Englisch und Französisch.
Die Tagung leiten die Romanistinnen Prof. Dr. Lieselotte Steinbrügge (RUB) und Dr. Suzan van Dijk (Universität Utrecht; Marie-Jahoda-Gastprofessorin an der RUB im vergangenen Semester).
Programm im Internet
Die Tagung "Théorisation des genres narratifs et Études de Genre / Theorizing narrative genres and gender" findet im Veranstaltungszentrum der RUB im Mensagebäude statt (Ebene 04, Saal 1 und Raum 82). Das ausführliche Programm steht im Internet unter:
http://neww-bochum.de
Entwicklungen in Europa
Ein Schwerpunkt der Vorträge liegt auf der französischen Literatur; berücksichtigt werden aber auch die englische, deutsche, spanische und portugiesische Literatur. Die Tagung eröffnet Prof. Dr. Vera Nünning (Universität Heidelberg) um 11 Uhr mit dem Vortrag "Gender, Authority and Female Experience in Novels from the Seventeenth to the Nineteenth Century: A Narratological Perspective". Einen weiteren Plenumsvortrag hält die renommierte Romanistin Prof. Dr. Joan DeJean (University of Philadelphia) ebenfalls am 15.5. (16.30 Uhr) zum Thema "The Wages of Anonymity: Two Case Studies (Marie-Madeleine de Lafayette and Françoise de Graffigny)"
Datenbank zur Rezeption
An der Ruhr-Universität sind die "Gender Studies" ein fach- und fakultätsübergreifender Schwerpunkt mit einem eigenen Masterstudiengang. Die Tagung ist Teil der Aktivitäten des internationalen Forschungsnetzwerks "New approaches on European Women's Writing (NEWW)", an dem auch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der RUB beteiligt sind. Gefördert von der niederländischen Wissenschaftsorganisation NWO (Nederlandse organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek) und unter Leitung von Dr. van Dijk entsteht in diesem Projekt eine Datenbank mit Dokumenten zur Rezeption von Schriftstellerinnen in Europa vom Mittelalter bis 1900 (s. http://www.womenswriters.nl).
Weitere Informationen
Prof. Dr. Lieselotte Steinbrügge, Romanisches Seminar, Fakultät für Philologie der RUB, Tel. 0234/32-25038, -222627, E-Mail: lieselotte.steinbruegge@rub.de
Redaktion: Jens Wylkop
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Sprache / Literatur
überregional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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