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06.05.2009 12:25

"Zwischen Kooperation und Konkurrenz: Welche Strukturen braucht Forschung?"

Michael Seifert Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Eberhard Karls Universität Tübingen

    Das aktuelle Heft 26 von "attempto! - Forum der Universität Tübingen" ist erschienen

    Die deutsche Forschungslandschaft ist im Umbruch: Die Exzellenzinitiative hat interdisziplinäre Groß-Cluster und Elite-Unis hervorgebracht, und die Trennung von universitärer und außeruniversitärer Forschung wird zunehmend aufgehoben. Während einerseits Kooperation in den Verbünden gefordert ist, wächst andererseits der Konkurrenzdruck zwischen den Hochschulen. Diese Veränderungen im Wissenschaftssystem werden unterschiedlich beurteilt. Der Weg, der die deutschen Hochschulen in die Liga der internationalen Spitzenforschung führen soll, ist nach wie vor umstritten.

    Die Autoren des Topthemas im aktuellen Heft von attempto!, der Tübinger Universitätszeitschrift, liefern Beiträge zu dieser Diskussion. Peter Strohschneider, Vorsitzender des Wissenschaftsrats, lobt im Interview die Erfolge der Exzellenzinitiative, sieht aber auch deutlichen Optimierungsbedarf für bessere Forschungsstrukturen. Als einen "ganzheitlichen Ansatz" zur Spitzenforschung beschreibt Olaf Gockel die Maßnahmen der RWTH Aachen in ihrem Zukunftskonzept. Der Tübinger Komparatist Jürgen Wertheimer diskutiert unter dem Titel "Verschrottungsprämie für Groß-Cluster und Kleinegoismen" den Sinn von Forschung in großen Verbünden. Frank van Bebber, freier Journalist mit dem Schwerpunkt Hochschule, beschreibt, wie sich Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in großangelegten Kooperationen näher kommen. Jeroen Verschragen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) berichtet über die internationale Verflechtung der Institutionen zur Forschungsförderung. In seiner Glosse "Forschungsuni per Jungfernzeugung" spießt der Berliner Journalist Alexander Ross die Marketingaktivitäten von Hochschulen auf, die oft in die Selbstzuteilung des Etiketts "Forschungsuniversität" münden. Schließlich zeigt die Vorstellung des Umweltprojekts AquaTerra, wie ein internationaler Großforschungsverbund mit 45 Partnerorganisationen koordiniert werden und erfolgreich arbeiten kann.

    Außerdem gibt es im neuen Heft die Rubriken Forschung, Studium und Lehre und Unikultur, in denen interessante Neuigkeiten aus der Universität vorgestellt werden.

    attempto! im Internet: http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/at/attempto.html

    Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne eine Printversion zu.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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