idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
10.05.2009 21:33

Neue Recherche Spezial: Jubiläumsjahr der Nato - Neue Partner in Osteuropa

Kerstin Hollerbach PR & Web
GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaft

    Das Jahr 2009 hält gleich drei runde Jahrestage bereit, die die markanten Wendepunkte der Nato darstellen: Vor 60 Jahren als Bollwerk gegen den Sowjetkommunismus ins Leben gerufen, verschwand vor 20 Jahren mit der Auflösung des Warschauer Paktes das sie konstituierende Feindbild, bevor sie sich vor zehn Jahren nach Ostmitteleuropa ausdehnte. Die Strategien der NATO in Osteuropa, die Beitrittskandidaten und -Interessenten, sowie die daraus resultierenden Beziehungen zwischen Nato und Russland dokumentiert die vorliegende Ausgabe der Recherche Spezial mit aktuellen Literatur- und Forschungsnachweisen .

    Seit dem Fall des "Eisernen Vorhangs" und der Aufnahme von Polen, Tschechien und Ungarn 1999 schreitet die Nato-Osterweiterung, sehr zum Unwillen Russlands, weiter voran: 2004 traten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien der Nato bei, im April 2009 werden auf dem Jubiläumsgipfel von Kehl und Straßburg Albanien und Kroatien als Neumitglieder begrüßt. Mit letzterem wird nun erstmals ein Land aus dem ehemaligen Jugoslawien aufgenommen. Das NATO-Engagement begann dort mit dem nicht unumstrittenen Eingreifen in den Bürgerkrieg und reicht heute von der Vorbereitung einer Mitgliedschaft von Bosnien-Herzegowina und Montenegro bis hin zum neutralen Verhältnis zu Serbien.
    Eine besondere Position in der Diskussion um eine Nato-Osterweiterung nehmen die ehemaligen Sowjetrepubliken Ukraine und Georgien ein. Während die jeweiligen Staatsführungen eine Mitgliedschaft ausdrücklich anstreben, zeigt sich die Nato in sich gespalten. Deutschland und Frankreich raten mit Blick auf Russland zur Zurückhaltung, die USA jedoch treiben die Aufnahme der beiden Länder - nicht zuletzt aus energiestrategischen Gründen - vehement voran. Zu weiteren Missstimmungen, sowohl innerhalb des Bündnisses als auch in den Beziehungen zu Russland, führten die Verhandlungen von Polen und Tschechien mit den USA über die Installation eines strategischen Raketenabwehrsystems. Nach wie vor lassen sich somit zwischen Russland und der NATO, gerade in Bezug auf den ehemals sowjetischen Einflussbereich, erhebliche Interessenkonflikte ausmachen. Die vorliegende April-Ausgabe der Reihe Recherche Spezial bietet zu diesen Themen, wie auch zu den Konsequenzen des Nato-Beitritts innerhalb der Länder selbst, aktuelle Literatur- und Forschungsnachweise der vergangenen fünf Jahre aus den Datenbanken SOLIS und SOFIS sowie neueste Einträge in den CSA-Datenbanken. Die Nachweise enthalten bibliographische Angaben und kurze inhaltliche Beschreibungen und sind thematisch in sieben Kapitel gegliedert.
    Die Ausgaben der Recherche Spezial können als PDF kostenlos heruntergeladen oder als Printausgabe bestellt werden unter:
    http://www.gesis.org/recherchespezial

    ********
    Das GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften hat als zentrale Aufgabe die Unterstützung der sozialwissenschaftlichen Forschung. Zu den GESIS-Dienstleistungen gehören der Aufbau und das Angebot von Datenbanken mit Informationen zu sozialwissenschaftlicher Literatur und zu Forschungsaktivitäten sowie die Erhebung, Archivierung und Bereitstellung von Umfragedaten aus der Sozialforschung. Wichtige Funktionen sind weiterhin die Beratung in Methodenfragen, die Entwicklung komplexer Methoden der empirischen Sozialforschung sowie die eigenständige Dauerbeobachtung der gesellschaftlichen Entwicklungen mit Hilfe dieser Instrumente. GESIS ist an den Standorten Bonn, Köln und Mannheim vertreten und unterhält die GESIS - Servicestelle Osteuropa in Berlin.

    Ansprechpartnerinnen:
    Anja Wilde,
    GESIS - Information Transfer Eastern Europe
    anja.wilde@gesis.org
    Tel: 030-233611-323

    Kerstin Hollerbach
    GESIS - Kommunikation
    kerstin.hollerbach@gesis.org
    Tel: 0621-1246-174


    Weitere Informationen:

    http://www.gesis.org/recherchespezial


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).