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14.05.2009 14:35

Blick in die Zukunft der Wissenschaftsmetropole Ruhr

Magdalena Schaeffer Pressestelle
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

    Medizin und Klimakultur sind zukunftsweisende Forschungsfelder der Wissenschaftsmetropole Ruhr. Das haben Professor Dr. Dietrich Grönemeyer und Professor Dr. Claus Leggewie beim Parlamentarischen Abend des Wissenschaftsforums Ruhr e.V. am 13. Mai in Berlin deutlich gemacht. Dort diskutierten die beiden Vertreter der regionalen Wissenschaftslandschaft mit Bundestagsabgeordneten.

    Professor Dr. Jürgen Howaldt, Vorsitzender des Wissenschaftsforums Ruhr, zeigte sich sehr zufrieden mit den intensiven Diskussionen: "Die Einbindung der Wissenschaft wird immer mehr zu einem zentralen Erfolgsfaktor bei der Gestaltung von Innovationsprozessen. Die Metropole Ruhr ist auf einem guten Weg, eine national und international wettbewerbsfähige Metropolregion zu werden." Ulla Burchardt, Mitglied des Bundestages und Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, die den Parlamentarischen Abend des Wissenschaftsforums Ruhr mit unterstützt hatte, sagte: "Es war allerhöchste Zeit, dass die Wissenschaftsmetropole Ruhr auch auf der Berliner Bühne präsent gemacht wird."

    Die Metropole Ruhr weist eine große Dichte von Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich der Gesundheitswirtschaft auf. Neben zehn außeruniversitären Forschungseinrichtungen gibt es im Ruhrgebiet rund 150 medizintechnologische Unternehmen, die in diesem Sektor arbeiten und forschen. Professor Dietrich Grönemeyer, Direktor des Grönemeyer Instituts für Mikrotherapie und Vorsitzender des Wissenschaftsforums Ruhr, machte in seinem Vortrag deutlich, dass die Gesundheitswirtschaft mit 310.000 Beschäftigten eine der größten Branchen in der Wissenschaftsregion Ruhr darstellt und maßgeblich zu dem Wandel des Ruhrgebietes von einer Stahl- und Kohleregion zu einer Wissenschaftslandschaft beigetragen hat.

    Am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) entsteht zudem derzeit der transdisziplinäre Forschungsschwerpunkt "KlimaKultur", der sich mit den Voraussetzungen und den Folgen des Klimawandels regional und weltweit befasst. Professor Claus Leggewie, Direktor des KWI und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltfragen (WBGU), wies darauf hin, dass der Klimawandel nicht allein ein Naturphänomen ist, sondern auch erhebliche Konsequenzen für Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur haben wird. Die Bewältigungsstrategien des Klimawandels werden daher maßgeblich auch durch kulturelle Parameter beeinflusst.

    "Im Ruhrgebiet treten Veränderungsprozesse schneller ein, als in allen anderen Regionen Deutschlands. Der Klimawandel wird hier schon bald weit reichende Anpassungsstrategien notwendig machen", so Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator, bei der Eröffnung des Parlamentarischen Abends. Auch die Stiftung Mercator werde zukünftig einen strategischen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf das Thema Klimawandel legen und habe damit bereits begonnen. "Wir fördern den Forschungsschwerpunkt "KlimaKultur" am KWI und veranstalten vom 8. bis 10. Juni gemeinsam mit dem KWI, dem Potsdam Institut für Klimafolgenfoschung (PIK) und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie die internationale Konferenz "The Great Transformation - Climate Change as Cultural Change."

    Ziel der vom Wissenschaftsforum Ruhr veranstalteten Diskussionsveranstaltung in Berlin war es, die Vielfalt und Kompetenzen der regionalen Wissenschafts- und Forschungslandschaft sichtbar zu machen und die erfolgreiche Entwicklung des Ruhrgebiets zu einem wettbewerbsfähigen Wissenschaftsstandort darzustellen. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass der Dialog zwischen Wissenschaftsforum Ruhr und der Politik in Berlin in Zukunft weitergeführt und intensiviert werden solle.

    Kontakt:
    Heike Wulfert, Wissenschaftsforum Ruhr, Tel. 0201 7204-251, heike.wulfert@wissenschaftsforum-ruhr.de

    Das Wissenschaftsforum Ruhr e.V. versteht sich als Interessengemeinschaft insbesondere der außeruniversitären Forschungseinrichtungen und engagiert sich für die Stärkung der Wissenschaftskultur im Ruhrgebiet sowie für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Als Netzwerk mit bislang 39 Mitgliedern fördert das Wissenschaftsforum die Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen im Ruhrgebiet und pflegt den Kontakt zu den Hochschulen sowie zu Partnern in Bildung, Kultur, Medien, Wirtschaft und Politik.
    Das Wissenschaftsforum Ruhr e.V. wird gefördert von der Stiftung Mercator.

    Weitere Informationen unter http://www.wissenschaftsforum-ruhr.de


    Bilder





    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Kulturwissenschaften, Medizin, Meer / Klima
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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