idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
22.05.2009 10:37

Kind-Philipp-Preise 2008 gehen nach Hannover, Heidelberg und Münster

Michael Sonnabend Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

    Zum 30. Mal wird am 22. Mai 2009 der Kind-Philipp-Preis verliehen.

    Anlässlich dieses Jubiläums gehen drei Auszeichnungen an Wissenschaftler führender Forschungseinrichtungen der Kinderkrebsforschung. Die im Jubiläumsjahr jeweils mit 5.000 Euro dotierten Preise werden von der Kind-Philipp-Stiftung im Stifterverband verliehen. Die Stiftung fördert die Erforschung von Leukämie- und Krebserkrankungen im Kindesalter.

    Die Preisverleihung findet im Rahmen des Kind-Philipp-Symposiums der 73. wissenschaftlichen Tagung der Gesellschaft für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (GPOH) am Freitag, den 22. Mai um 15.15 Uhr in der Charité Berlin, Campus Virchow-Klinikum, Augustenburger Platz 1, Lehrgebäude Forum 1 (Audimax), statt.

    Die Kind-Philipp-Stiftung für Leukämieforschung ist im Jahre 1972 von dem Textilmaschinenfabrikanten Dr.-Ing. Walter Reiners aus Mönchengladbach in Erinnerung an seinen an Leukämie verstorbenen Sohn errichtet worden. Jedes Jahr schreibt die Stiftung den "Kind-Philipp-Preis für pädiatrisch-onkologische Forschung" für die beste wissenschaftliche Arbeit deutschsprachiger Autoren auf diesem Gebiet aus.

    Die Preisträger 2008:

    Dr. Stefan Pfister, Universitätsklinikum Heidelberg
    Der häufigste bösartige Hirntumor im Kindesalter ist das Medulloblastom. Mehr als 100 Kinder erkranken jährlich in Deutschland an diesem Tumor des Kleinhirns, rund 40 Kinder sterben daran. Die aggressive Radiochemotherapie nach der Operation kann das Gehirn der Heranwachsenden dauerhaft schädigen und zu Koordinations- und Wachstumsstörungen führen. Ein Team um den Onkologen Stefan Pfister entdeckte mit Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums, dass aus bestimmten Veränderungen im Erbgut dieses Tumors präzise Rückschlüsse über Aggressivität und Heilungschancen abgeleitet werden können.

    Christof Le Viseur, Dr. Marc Hotfilder, Professer Josef Vormoor, Universitätsklinikum Münster

    Die häufigste Krebsart des Kindesalters ist die akute, lymphatische Leukämie. Ein Team um den Biologen Christof Le Viseur sowie den Medizinern Marc Hotfilder und Josef Vormoor hat Krebsstammzellen untersucht, die für die Entstehung einer Leukämie verantwortlich gemacht werden. Ziel jeder Krebsbehandlung muss es sein, diese Krebsstammzellen zu identifizieren und sie durch geeignete therapeutische Eingriffe gezielt zu zerstören. Die Ergebnisse eröffnen damit einen neuen Blickwinkel für die Grundlagenforschung und haben direkte Bedeutung für die Entwicklung neuer Therapien, die sich spezifisch gegen die Krebsstammzellen richten.

    Dr. Kaan Boztug, Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Medizinische Hochschule Hannover

    Angeborene Störungen des Immunsystems sind weit häufiger als bisher angenommen, dennoch werden viele Immundefekte, mit einem erheblichen Risiko der Entwicklung einer Leukämie, bei Kindern nicht erkannt. Auch das Fehlen einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen, der neutrophilen Granulozyten, führt zu einer Störung des Immunsystems und lebensgefährlichen bakterielle Infektionen. Dr. Kaan Boztug, konnte ein neues, angeborenes Immundefektsyndrom beschreiben und seine molekulare Ursache aufklären. Es handelt sich um ein Gen, das für Stoffwechselprozesse in blutbildenden und anderen Zellen des Körpers verantwortlich ist. Mit diesen Erkenntnissen ist erstmals eine molekulare Diagnose dieses neuen Krankheitsbildes möglich.

    Weitere Informationen erteilt:
    Nicole Germeroth - Stiftungskommunikation & Marketing
    DSZ - Deutsches Stiftungszentrum im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
    Barkhovenallee 1
    45239 Essen
    Telefon: 0201/8401-204
    E-Mail: nicole.germeroth@stifterverband.de
    http://www.deutsches-stiftungszentrum.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Personalia
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).