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Wissenschaft
"Natürlich freue ich mich persönlich sehr, aber da stehe ich nur für all die vielen Mitarbeiter, die die Arbeiten gemacht haben." so die Reaktion von Matthias Beller auf die Wahl in die seit über 350 Jahren zum Wohle der Menschen agierenden Gelehrtengemeinschaft.
"Die Natur zu erforschen zum Wohle der Menschen" das ist der Leitspruch der LEOPOLDINA. Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft in Deutschland und die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt. Ihre wichtigsten Aufgaben sind die Beratung von Politik und Öffentlichkeit zu wissenschaftlichen Themen im nationalen und internationalen Kontext sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Zu Mitgliedern werden hervorragende Gelehrte aus aller Welt gewählt. Neben Naturwissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammt ein Drittel ihrer Mitglieder aus 27 weiteren Ländern weltweit. Namen von 170 Nobelpreisträgern wie Albert Einstein, Max Planck, Niels Bohr oder auch der 2007 mit dem Nobelpreis für Chemie geehrte deutsche Forscher Gerhard Ertl sind in der Mitgliederliste der Leopoldina zu finden.
Mai 2009 wurde auch Prof. Dr. Matthias Beller in den Kreis der Mitglieder gewählt. In seinem Schreiben an Matthias Beller betont der Präsident der Leopoldina, Prof. Dr. Volker ter Meulen: "Sie dürfen in der Wahl eine besondere Anerkennung Ihrer wissenschaftlichen Leistungen und Ihrer Persönlichkeit sehen."
Matthias Beller wurde 1962 in Gudensberg geboren. Sein Studium und die anschließende Promotion absolvierte er an der Universität Göttingen im Fachbereich Chemie. Im Jahr 1996 übernahm er die Professur für "Anorganische Chemie" an der Technischen Universität München. Seit 1998 ist er Inhaber der Professur für "Katalyse" an der Universität Rostock und Direktor des dortigen Leibniz-Instituts für Katalyse (LIKAT). Bereits 2006 wurde Beller für seine Arbeit mit dem Leibniz-Preis geehrt, der unter Wissenschaftlern als einer der angesehensten deutschen Wissenschaftspreise gilt. Ebenfalls 2006 hat der Bundespräsident Horst Köhler den Chemiker Matthias Beller mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.
Matthias Beller beschäftigt sich seit Jahren mit einer der Schlüsseltechnologien des neuen Jahrtausends: der Katalyse. Katalysatoren beschleunigen chemische Reaktionen und senken den zur Herstellung erforderlichen Energieaufwand, sie sind unverzichtbare Helfer und fügen zusammen, was sich zum Teil ohne sie niemals verbinden würde. Die Bedeutung der katalytischen Prozesse wird daran ersichtlich, dass heute 90 Prozent aller chemischen Verfahren auf Katalysen basieren.
"Matthias Beller gehört zu jenen Forschern, die von der Überzeugung leben, dass die Ergebnisse der Grundlagenforschung durch ihre praktische Anwendung an Bedeutung gewinnen und dass umgekehrt Probleme aus der Praxis die Grundlagenforschung beflügeln, da die Optimierung von Industrieverfahren oft wertvolle Beobachtungen für die Wissenschaft liefert." So der Vizedirektor des LIKAT, Prof. Uwe Rosenthal, nach Beller befragt. "Er strebt - wo immer möglich - die Kooperation der Mitarbeiter mit anderen Forschungseinrichtungen an, um verfügbares Know-how zu bündeln. So wird sein Institut wertvoll für Forschung und Industrie gleichermaßen."
http://Weitere Informationen finden Sie im www.catalysis.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie, Medizin, Physik / Astronomie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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