idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
05.06.2009 18:18

Versuchsfeldtag des Julius Kühn-Instituts in Brandenburg am 10. 6. in Dahnsdorf 10-13 Uhr

Dipl.-Biol. Stefanie Hahn Pressestelle
Julius Kühn-Institut

    Wissenschaftler stellen Ergebnisse der Langzeitversuche (14 Jahre) zur Einsparung von Pflanzenschutzmitteln vor und berichten über neue Trends, wie dem Anbau von Energiepflanzen oder Erbsen als künftiger Futtereiweißlieferant

    (Kleinmachnow/Dahnsdorf)Am 10. Juni findet der traditionelle Feldversuchstag des Julius Kühn-Instituts in Dahnsdorf statt. Dauerfeldversuche, wie sie das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen hier seit 14 Jahren durchführt, sind für eine nachhaltige Bodennutzung dringend erforderlich. Denn erst nach Jahren, häufig erst nach Jahrzehnten, erkennt man, wie sich im Boden lebenden Schaderreger entwickeln und welche Unkräuter sich als besonders hartnäckig erweisen. Für beide gilt: sie sollen der Umwelt und dem Geldbeutel des Landwirtes zuliebe nur mit dem notwendigen Maß an Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Dieses Maß lässt sich mit Dauerfeldversuchen bestimmen. Zudem liefern sie die Grundlage für die Erstellung von Entscheidungs- und Prognoseprogrammen. Nicht zuletzt sind Dauerversuche ein Instrument, mit dem sich der Einfluss des Klimawandels auf Schädlinge, die Wirkung der Pflanzenschutzmittel und den Ertrag abschätzen lässt.

    Die Diskussion um die Energieversorgung hat dazu geführt, dass in den Dahnsdorfer Dauerversuch seit zwei Jahren Energiepflanzen (Grünschnittroggen und Hirse) in die Untersuchungen einbezogen werden. Es geht beispielsweise darum, ob bei Energiepflanzen eine höhere Verunkrautung als im Brotgetreideanbau tolerabel ist.

    Ferner wurde erstmalig die Erbse, als großkörnige Leguminose, in die Fruchtfolge des Dauerversuchs integriert. Hier wird das Auftreten von Unkräutern und Insekten untersucht. Es geht darum, ob sich die Erbse als eiweißhaltige Pflanze, künftig einen Platz auf deutschen Äckern zurückerobern kann. Sie könnte die "Eiweißlücke" bei der Tierernährung schließen, wenn zukünftig der Import von Sojaschrot zurückgeht. Darüber hinaus bindet sie Stickstoff aus der Luft und senkt so den Bedarf an mineralischen Stickstoffdüngern.
    Über dieses breite Themenspektrum wird in Dahnsdorf informiert werden. Nach einer kurzen Einführung werden die Dauerfeldversuche mittels eines Rundgangs besichtigt und umfassend erläutert. Besucher können vor Ort Fragen stellen und mehrere Varianten direkt vergleichen.

    Folgende Themenkomplexe werden präsentiert:

    - Gute fachliche Praxis und integrierter Pflanzenschutz bei unterschiedlicher Bodenbearbeitung
    - Strategien zur Reduzierung der Intensität der Pflanzenschutzmittelanwendung
    - Wirkung von Fruchtfolge, Düngung und Pflanzenschutzmittelanwendung
    - Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau

    Kontakt im Vorfeld:
    Dr. Bernhard Pallutt
    Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
    Stahnsdorfer Damm 81, 14532 Kleinmachnow
    E-Mail: bernhard.pallutt@jki.bund.de
    Tel.: 033203 / 48-412

    Anfahrt: Mit dem Pkw über A 9 Abfahrt Niemegk, auf B 102 in Richtung Belzig fahren. Ca. 1 km nach Ortsausgang Dahnsdorf nach links auf Feldweg abbiegen und bis zur Scheune vorfahren.

    Das Einladungs-Faltblatt mit dem Programm kann im Internet auf den JKI-Seiten heruntergeladen werden.


    Weitere Informationen:

    http://www.jki.bund.de/cln_045/nn_813794/DE/Aktuelles/veranst/2009/100609__Versu... - Programm


    Bilder

    Luftaufnahme der Versuchsfelder des JKI
    Luftaufnahme der Versuchsfelder des JKI
    Quelle: Foto: Julius Kühn-Institut


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).