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Wissenschaft
Öffentlicher Vortrag von Samuel Adler, Samstag, 27. Juni 2009, 14 Uhr,
Siegen, Campus Paul Bonatz-Straße, Aula
"Die berühmte deutsche Kultur ist nichts anderes als der letzte Coca-Cola-Abklatsch". Eine harsche, eine vernichtende Aussage - ausgesprochen von einem der bedeutendsten Komponisten unserer Zeit, dem 2007 verstorbenen Karlheinz Stockhausen.
Was ist dran an diesem Satz? Samuel Adler, einer der berühmtesten amerikanischen Gegenwartskomponisten, wird dieser Frage am 27. Juni nachgehen. Er hält zum Auftakt des diesjährigen Alumni-Tages der Universität Siegen den öffentlichen Festvortrag zum Thema "Building Bridges - deutsch-amerikanische Beziehungen im Wechselspiel von Kultur und Politik".
In Zeiten, in denen der 'Obama-Effekt' offenbar imstande ist, viele Beziehungsebenen zwischen alter und neuer Welt zu 'durchlüften' und neu zu beleben, darf man von Samuel Adler, Amerikaner deutsch-jüdischer Herkunft, einen eigenen und differenzierten Blick auf die deutsch-amerikanischen Kulturbeziehungen erwarten. Adler ist wie kaum ein anderer in der Lage, das Thema aus beiden Blickwinkeln zu beleuchten. 1928 in Mannheim geboren, emigrierte er mit seinen Eltern 1939 in die USA, studierte dort unter anderem bei Paul Hindemith und machte als Hochschullehrer und Dirigent, vor allem aber als Komponist Karriere. Seine Kompositionen fanden weltweit höchste Anerkennung. Heute lehrt er an der der berühmten Juilliard School in New York.
Mit der Unterstützung des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Volksbanken im Kreis Siegen-Wittgenstein ist es der Universität Siegen gelungen, diesen hochkarätigen Komponisten für Siegen zu gewinnen.
Am Nachmittag des 27. Juni findet um 17.30 Uhr im Musiksaal (Campus Adolf Reichwein-Straße) ein öffentliches Konzert mit Samuel Adler statt, bei dem Werke von ihm zu hören sein werden. Ausführende sind Stefanie Grünewald-Gokus, Flöte und Christoph Sobanski, Klavier.
Die Universität lädt alle Interessierten herzlich zu Vortrag und Konzert ein!
Zur Person:
Prof. Dr. h.c. mult. Samuel Adler wurde als Sohn deutsch-jüdischer Eltern 1928 in Mannheim geboren und emigrierte 1939 mit seiner Familie in die USA. Er studierte an der Boston und an der Harvard University, u.a. bei Karl Geiringer sowie bei Aaron Copland und Paul Hindemith. 1966 übernahm er eine Professur für Komposition an der Eastman School of Music der University of Rochester (NY). Dort leitete er bis zu seiner Emeritierung 1995 die Kompositionsabteilung.
Anschließend wurde er Mitglied der Fakultät für Komposition an der Juilliard School of Music in New York, an der er heute noch lehrt. Im Laufe der Jahre leitete er zahlreiche Meisterklassen und Workshops bei Festivals in Tanglewood, Aspen, Brevard, Bowdoin, Interlochen und an Hochschulen in der ganzen Welt - Frankreich, Deutschland, Israel, Spanien, Österreich, Polen, Südamerika, Korea und China. Als Hochschullehrer, Dirigent und Komponist wurden Samuel Adler inzwischen fünf Ehrendoktortitel verliehen. Seine über 400 Werke genießen weltweites Renommee und wurden mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet; seit 2001 ist Sa-muel Adler Mitglied der American Academy of Arts and Letters.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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