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Wissenschaft
PD Dr. Burkhard Liebsch fragt in der Ringvorlesung Philosophie am 18. Juni nach der Kindheit des Denkens und dem Wozu
Der französischen Denker Paul Valéry sagte einmal, die Philosophen verheimlichten uns die Philosophie im Entstehen, das aber sei das einzige, was ihn interessiere: d. h. ein Denken, das seine "Kindheit" nie ganz hinter sich lässt und dem anzumerken ist, woher es rührt. Diese Philosophie sucht dann nicht mehr einfach nach der "Lösung" von theoretischen "Problemen", die man dann hinter sich lassen bzw. vergessen könnte. "Es handelt sich nicht bloß um das Denken, Lehren, Schreiben und Forschen über etwas, sondern zunächst um gelebtes, rückhaltlos der Welt ausgesetztes Denken, das sich gerade in seinem Herausgefordertsein durch andrängende Erfahrung inspiriert weiß", beschreibt Liebsch seine Position in dem Vortrag am 18. Juni im Audimax der UWH und fügt hinzu: "Eine Philosophie, die je ganz darüber hinweg käme, hätte nur noch ihr Ende vor sich."
"Wozu Philosophie?" ist die leitende Frage aller Vorträge dieser Veranstaltung. Die Ringvorlesung soll die Möglichkeit eröffnen, profilierten Philosophen und Philosophinnen bei diesem Nachdenken zuzuhören. Die Gäste gehen dabei von ihrer jeweils eigenen Arbeit aus. Sie stellen sich die Frage nach ihrem Selbstverständnis und ihrer Auffassung von Ort und Rolle ihrer eigenen Praxis öffentlich, vor Publikum. Sie lassen damit Einblicke in die moderne Philosophie zu, quasi in die Werkstatt des Denkens. Dabei entstehen vermutlich höchst unterschiedliche Antworten, die sich durch eine Gemeinsamkeit auszeichnen: Sie sind selbst Beispiele philosophischen Denkens.
Termine jeweils Donnerstags 17.30 - 19.00 Uhr im Senatsraum der Universität Witten/Herdecke, Alfred-Herrhausenstr.50, freier Eintritt:
Die weiteren Vorträge: 25.6. Theo Kobusch (Bonn), 2.7. Petra Gehring (Darmstadt)
Weitere Informationen bei: Prof. Dr. Christian Grüny, 02302/926 807
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Philosophie / Ethik
regional
Schule und Wissenschaft, Studium und Lehre
Deutsch

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