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19.06.2009 09:53

Start der Innovationsallianz "Green Carbody Technologies"

Stefanie Heyduck Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Gesellschaft

    Die Innovationsallianz "Green Carbody Technologies" ist ein Zusammenschluss von mehr als 60 Unternehmen in Deutschland. Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, neue Technologien, Verfahrensabläufe und Werkzeuge für die Karosseriefertigung zu erarbeiten und rasch in die industrielle Praxis umzusetzen. Ziel ist es, bis zu 50 Prozent Energie im Produktionsprozess einzusparen.

    Der globale Wettbewerb, Klimaschutz und knappe Ressourcen stellen Automobilbauer und Zulieferer vor große Herausforderungen. Das Auto verbraucht nicht nur Energie, wenn es fährt, sondern einen erheblichen Anteil bereits in der Produktion. "Bei der Herstellung fallen etwa 20 Prozent der Energie an, die ein Fahrzeug während seines Lebenszyklus verursacht. Diesen Wert möchten wir in der Innovationsallianz halbieren", erklärt Professor Reimund Neugebauer, Sprecher der Allianz und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU. Bei der Herstellung von Karosserieteilen beispielsweise soll so wenig Ausschuss wie möglich anfallen. Gemeinsam mit der Volkswagen AG koordiniert das IWU den Zusammenschluss von Automobilherstellern, Ausrüstern und Zulieferern. Die Fraunhofer-Institute für Produktionsanlagen- und Konstruktionstechnik IPK und für Produktionstechnik und Automatisierung IPA bringen ebenfalls ihr Know-how ein.

    "Die Innovationsallianz 'Green Carbody Technologies' ist eine langfristig angelegte Partnerschaft. Im Netzwerk entwickeln große, kleine und mittelständische Unternehmen effiziente Technologien und neuartige Produkte. Diese Innovationen sind die grundlegende Voraussetzung für den Erfolg am Standort Deutschland", erklärt Professor Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. "Unsere Reaktion auf die Finanzkrise kann nur sein, den Weg Richtung Innovationen konsequent weiterzugehen und unsere Kräfte zu bündeln. Dann haben wir die Chance, aus der Krise gestärkt hervorzugehen." Die Fraunhofer-Gesellschaft fokussiert deshalb ihre Forschungsaktivitäten auf die Herausforderungen, die die Menschen am meisten bewegen. Dazu gehören neben der Mobilität die Themen Gesundheit, Sicherheit, Energie, Kommunikation und Umwelt. "Die Unternehmen brauchen sehr schnell marktfähige Lösungen, denn sie wissen: aus der Krise kommt nur der gestärkt heraus, der die besseren Produkte, die intelligenteren Prozesse und die zufriedeneren Kunden hat", sagt Bullinger. "Der wichtigste Hebel zur Erhöhung des Innovationstempos liegt in der Vernetzung. Wie sehr Vernetzung mit der Steigerung von Innovationen zusammenhängt und zu höheren Wachstumsraten führt, haben wir in mehreren Untersuchungen nachgewiesen. Die Auswertung der Daten von mehr als 1600 Unternehmen in Europa ergab: Die am schnellsten und profitabelsten wachsenden Unternehmen binden Partner über den gesamten Innovationsprozess hinweg eng ein."

    Energieeffizienz betrifft alle produzierenden Firmen, denn die Rohstoffpreise sind in den vergangenen sieben Jahren durchschnittlich um 70 Prozent gestiegen. Bei den für das produzierende Gewerbe signifikanten Rohstoffen wie Kohle, Stahl und Öl sind die Steigerungsraten deutlich höher. Um Einsparmöglichkeiten zu ermitteln betrachten die Forscher die gesamte Prozesskette. So erfassen sie mit Hilfe neuartiger Planungswerkzeuge eine Vielzahl von Herstellungsschritten und Verfahren, um die Prozesse effizient aufeinander abstimmen zu können. Die Partner arbeiten in fünf Verbundprojekten: an der Planung der Niedrigenergie-Produktion, an ressourcensparenden Umformprozessen und energieeffizienter Anlagentechnik, an ressourceneffizientem Werkzeugbau sowie Karosseriebau und Lackierung.

    Für die Projekte der Innovationsallianz ist eine Laufzeit von drei Jahren vorgesehen. Das Forschungsvolumen der beteiligten Unternehmen beträgt insgesamt ca. 100 Mio Euro. Davon werden 30 Mio in gemeinsame Verbundprojekte investiert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF unterstützt die Initiative mit 15 Mio Euro.

    Projektpartner:
    Aixpath GmbH, Arnold & Shinjo GmbH & Co. KG, AUDI AG, August-Rüggeberg GmbH, Autoform Engineering GmbH, BOGE KOMPRESSOREN Otto Boge GmbH & Co. KG, BRAUN CarTec GmbH, Chemetall GmbH, Daimler AG, Deckel Maho GmbH, Direkt Form GmbH, Dürr Systems GmbH, Eisenmann AG, EWM Hightec Welding GmbH, FE-Design GmbH, FESTO AG & Co. KG, FEW Chemicals GmbH, Forcam GmbH, Fraunhofer IPA, Fraunhofer IPT, Fraunhofer IWU, Gedia Gebrüder Dingerkus GmbH, H&T Produktionstechnologie GmbH, Heinz Schwarz GmbH & Co. KG, Hymmen GmbH, imq Ingenieurbetrieb GmbH, Infoman AG, KUKA Systems GmbH, Karosseriewerke Dresden GmbH, LASCO Umformtechnik GmbH, Mankiewicz Gebr. & Co. KG, Module Works GmbH, Mühlhoff Umformtechnik GmbH, NEUHÄUSER Magnet- und Fördertechnik GmbH, Ortlinghaus-Werke GmbH, Parker Hannifin GmbH & CO. KG, PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG, Precitec Optronic GmbH, PROMESS Gesellschaft für Montage- und Prüfsysteme mbH, Rittal GmbH & Co. KG, Römheld & Moelle GmbH, Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Schuler Automation GmbH & CO. KG, SIBEA GmbH, Siebenwurst Werkzeugbau GmbH, Siemens AG, STEINBICHLER OPTOTECHNIK GmbH, TEBIS AG, ThyssenKrupp Steel AG, Tower Automotive Hydroforming GmbH & Co. KG, Trumpf Laser- und Systemtechnik GmbH, Vogel Automatisierungstechnik GmbH, Volkswagen AG, Walther Pilot GmbH, Welding Alloys Deutschland Schweißlegierungs GmbHs, Wörwag GmbH, WZL RWTH Aachen


    Weitere Informationen:

    http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2009/06/Presseinformation190...


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Maschinenbau, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


     

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