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19.06.2009 11:09

Geothermischer Aufbruch im Südwesten - Fachtagung in Wiesbaden

Werner Bussmann Pressestelle
Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie

    Entlang des Oberrheins entsteht gerade Deutschlands nächstes geothermisches Ballungsgebiet. Von Hessen im Norden über Rheinland-Pfalz, durch Baden-Württemberg bis hinunter zur Schweizer Grenze nach Basel verläuft eine der für die Nutzung tiefer Erdwärmeressourcen interessantesten Regionen Mitteleuropas. Dort ist der Aufbruch zu spüren und sichtbar.

    Bereits Ende 2007 hatte in Landau in der Pfalz das erste geothermische Kraftwerk seinen Betrieb aufgenommen. In diesem Jahr steht die offizielle Eröffnung der Anlage in Bruchsal an. In beiden spielt neben der Stromproduktion auch die Auskopplung von umweltfreundlicher Fernwärme eine wirtschaftliche Rolle.

    In unmittelbarer Nachbarschaft zu Landau liegt die kleine Gemeinde Insheim, die die Chance hat, zum dritten Kraftwerksstandort am Oberrhein zu werden. Zwei Bohrungen sind erfolgreich niedergebracht, derzeit laufen Testarbeiten. Ebenfalls in der Pfalz liegt Rülzheim. Auch dort befindet sich ein Projekt in Vorbereitung.

    Wichtig für die Beurteilung geothermischer Standorte sind möglichst detaillierte Kenntnisse über die Verhältnisse im Untergrund. Eine der Methoden, Durchblick in die Tiefe zu gewinnen, ist die Seismik. Großangelegte seismische Erkundungen sind in den Bereichen Worms und Bingen unternommen worden, auch die Heidelberger haben die Verhältnisse unter ihrer Stadt untersuchen lassen. Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren durch verschiedene Unternehmen große Gebiete des Oberrheintals seismisch ausgewertet.

    In Hessen konzentrieren sich die geothermischen Kraftwerkspläne vom Bereich des Frankfurter Flughafens über Groß Gerau bis hinunter nach Bensheim.

    Richtig in Schwung gekommen ist die Entwicklung durch die Neufassung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Die verbesserten Einspeisebedingungen für geothermischen Strom haben viele neue Aktivitäten initiiert. Banken fallen für die Finanzierung von Vorhaben fast vollständig aus. Die Projekte entstehen vor allem durch Eigenmittel und durch Beteiligung privater Investoren - eine interessante Entwicklung in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise.

    Diese aktuelle, drei Bundesländer übergreifende Entwicklung ist Thema des Seminars Tiefe Geothermie: Strom und Wärme im Südwesten am 02.07.2009 im Rahmen der DENEX in Wiesbaden. Namhafte Experten stellen die Entwicklung von Kraftwerksstandorten vor, von der Projektidee über die einzelnen Realisierungsschritte zur fertigen Anlage. Mehr dazu findet sich hier: http://www.denex.info/geothermie.html

    Ansprechpartner: Daniel Hermeling, T: 05907 545, F.: 05907 7379, E-Mail: info@geothermie.de


    Weitere Informationen:

    http://www.denex.info/geothermie.html


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Energie, Geowissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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