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Schavan: "Kleine Elektroniksysteme mit großem Gewinn!" / Neue Fraunhofer-Einrichtung für elektronische Nanosysteme in Chemnitz eröffnet
Wie kann man elektrische, mechanische und optische Funktionen auf einem Mikrochip zusammenführen? Welche Vorteile ergeben sich daraus für Sensorsysteme? An diesen Fragen und ihrer Anwendung forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Chemnitzer Forschungseinrichtung "Elektronische Nanosysteme" (ENAS) der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG). Am Montag feierten sie gemeinsam mit nationalen und internationalen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft die Eröffnung ihres neuen Instituts. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Neubau mit über vier Millionen Euro unterstützt. Alle Abteilungen der Fraunhofer-Einrichtung ENAS mit Sitz in Chemnitz arbeiten nun zum ersten Mal gemeinsam unter einem Dach. ENAS ist auf Mikro- und Nanotechnologien für Integrierte Intelligente Systeme spezialisiert.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte bei der Eröffnung: "Kleine Elektroniksysteme mit großem Gewinn - das ist das Ziel der Fraunhofer-Einrichtung ENAS hier in Chemnitz. Die zukunftsweisende Forschung, die an diesem Ort geschieht, wird vor allem bei energieeffizienten Sensoren eine große Bedeutung für viele deutsche Unternehmen erlangen und damit neue Geschäftsfelder erschließen."
Schavan verwies auf die erfolgreiche Entwicklung der Fraunhofer-Gesellschaft bei der anwendungsorientierten Forschung, die in den Neuen Bundesländern vor allem in der Region Dresden-Chemnitz sichtbar sei. Gerade in der gegenwärtigen Krise in Teilen der Elektronikindustrie setzt das Bundesforschungsministerium auf den Ausbau des Bereichs Elektronik und Mikrosysteme in dieser Region. "Mit Forschung aus der Krise - das ist unser gemeinsames Motto für Sachsen und den gesamten Elektronikstandort Deutschland!", sagte Schavan.
Die Gründung von ENAS geht auf die Einrichtung einer Abteilung des FhG-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (Berlin) zurück. Inzwischen hat sich daraus in enger Kooperation mit der Technischen Universität Chemnitz der "Smart Systems Campus Chemnitz" entwickelt, der mit zahlreichen Unternehmen der Halbleiterindustrie, der Automobilhersteller und Automobilzulieferer, des Maschinen- und Anlagenbaus und der Medizintechnik zusammenarbeitet. Themen der anwendungsorientierten Forschung sind zum Beispiel die Verpackung elektronischer Bauelemente, Sensor- und Aktuatorsysteme mit Ansteuer- und Auswerteelektronik, gedruckte Elektronik sowie Material- und Zuverlässigkeitsforschung. ENAS gehört zu den Gewinnern der zweiten Förderrunde des BMBF-Programms "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" und ist Mitglied des Kompetenznetzwerkes für Nanosystemintegration.
Der Institutsneubau wurde nach nur anderthalbjähriger Bauzeit eingeweiht. Die Kosten liegen bei rund 22 Millionen Euro, von denen etwa ein Fünftel im Rahmen der Grundfinanzierung der Fraunhofer-Gesellschaft vom BMBF getragen wird. Bis zum Jahr 2010 ist ein Personalzuwachs auf etwa hundert Personen geplant.
Weitere Informationen unter: www.enas.fraunhofer.de
http://www.bmbf.de/press/2594.php
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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