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Wissenschaft
Bismarcks wichtigste propagandistische Instrumente, die Provinzial-Correspondenz und die Neuesten Mittheilungen, stehen ab sofort im Netz (http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de) und sind dort kostenlos zugänglich.
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) haben die Staatsbibliothek zu Berlin, die Otto-Friedrich-Universität Bamberg und die Universität Dortmund die auflagenstärkste und einflussreichste politischen Pressekorrespondenzen Preußens im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts digitalisiert, systematisch erschlossen und im Internet frei zugänglich gemacht.
Die Korrespondenzen galten noch vor einem Jahrzehnt als verschollen. Jetzt sind ca. 13.000 Seiten in Volltext und als PDF in Originalansicht verfügbar. Ergänzt werden die Korrespondenzen durch das Teltower Kreisblatt, eines der typischen Verbreitungsmedien, mit denen die Korrespondenzen eine kumulierte Auflage von bis zu 800.000 Exemplaren erreichten.
Die Provinzial-Correspondenz (1863-1884) und die Neuesten Mittheilungen (1882-1894) spielten eine zentrale Rolle für Otto von Bismarcks Pressearbeit und Propaganda. Beide wurden aus dem geheimen Reptilienfonds finanziert. Die Provinzial-Correspondenz galt als Bismarcks Zentralorgan und wurde weit über Preußen hinaus im Reich und im europäischen Ausland wahrgenommen. Sie und die Neuesten Mittheilungen bieten einen unmittelbaren Zugang zu der gesamten offiziösen Presse Preußens.
Als Beispiel für diese offiziöse Presse wurde das Teltower Kreisblatt digitalisiert. Zusätzlich zu den Images (PDF) wurde erstmalig die historische Zeitungs-Fraktur mit einer innovativen Volltexterkennung (OCR) volltexterfasst und durchsuchbar gemacht.
Recherchiert werden kann anhand systematischer Inhaltsangaben und kommentierter Orts- sowie Personenindices auf Grundlage einer bio-bibliographischen Datenbank. Neben der systematischen Recherche sind auch Volltextsuche und chronologischer Zugriff möglich.
Die Kommentare und Indizes im Umfang von ca. 1.700 Seiten liefern Informationen zu den thematischen Bezügen, der Herkunft der abgedruckten Texte, biografischen und regionalen Informationen etc.
Die Indizes ermöglichen dem wissenschaftlichen Publikum, Studenten, Schülern und im weitesten Sinn an Geschichte Interessierten die effiziente Arbeit mit zentralen Quellen des 19. Jahrhunderts.
Projektleitung
Professor Dr. Rudolf Stöber (Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft - Otto-Friedrich-Universität Bamberg)
Professor Dr. Hans Bohrmann (Institut für Journalistik - Universität Dortmund)
Dr. Joachim Zeller (Zeitungsabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz)
Kommentierung und Indexierung
Albrecht Hoppe M.A.
Kontakt
Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Zeitungsabteilung
E-Mail: zeitungsabt@sbb.spk-berlin.de
Tel. +49 30 266-3721
http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Medien- und Kommunikationswissenschaften
überregional
Forschungsprojekte, Kooperationen
Deutsch

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