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Wissenschaft
Prof. Dr. Nicole Rotter, Leitende Oberärztin an der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Ulm, ist mit dem "Anton-von-Tröltsch-Preis" geehrt worden. Dieser wird von der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses als Schenkung vergeben. Er soll dazu dienen, durch Ehrung wissenschaftlicher Leistungen die HNO-Heilkunde zu fördern. Die Fördergabe in Höhe von 5.000,- Euro soll in erster Linie die Persönlichkeit des Preisträgers ehren und seine Vorbildfunktion herausstellen.
Prof. Rotter erhält den Preis für Forschungen, die sich mit der Isolierung und Charakterisierung von Stammzellen aus Speicheldrüsen befassen. "Genau das ist im Rahmen dieser Arbeit erstmalig gelungen", erläutert die Oberärztin und ergänzt: "Wir haben die Zellen aus humanen Ohrspeicheldrüsen gewonnen und dann vermehrt. Anschließend wurden die Zellen durch Zusatz spezieller Wachstumsfaktoren in Knochenzellen, Knorpelzellen und Fettzellen differenziert."
Darüber hinaus wurden die Oberflächeneigenschaften untersucht. Diese Charakterisierung anhand mehrerer Eigenschaften sei erforderlich, da es nicht einen einzelnen so genannten Stammzellenmarker gebe. Für die Zukunft gibt sich Prof. Rotter optimistisch: "Die Zellen können möglicherweise im Rahmen der Regenerativen Medizin für die Geweberegeneration verwendet werden. Eine weitere Untersuchungsrichtung ist ihre Differenzierung zurück in Speicheldrüsenzellen -diese geht im Rahmen der Vermehrung verloren."
Weitere Informationen:
Die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (Leitender Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Gerhard Rettinger) des Universitätsklinikums Ulm bietet insbesondere in der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie von Nase und Ohr einen weit überregionalen Einzugsbereich. Spezielle operative Gebiete sind die Schädelbasischirurgie, die Onkologie, die mikroskopische Laserchirurgie am Mittelohr und die rekonstruktive Chirurgie bei Kehlkopf- und Trachealstenosen (Stenose = Verengung). Es gibt zudem Sondersprechstunden bei Allergien und in den Bereichen Schlafmedizin, Tinnitus, Tumorerkrankungen sowie für Kinder. Es werden ertaubte Patienten mit einem Cochlea-Implantat versorgt und ambulant rehabilitiert. Besondere Forschungsaktivitäten sind Erkrankungen der respiratorischen Schleimhaut, Konditionierung der Luft in den oberen Atemwegen, klinische HNO-Allergologie, obstruktive Atemstörungen sowie die immunologische Onkotherapie.
Wir unterstützen Sie gerne bei Interviewabsprachen und Recherchen - rufen Sie uns einfach an. Ansprechpartner ist Jörg Portius, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Universitätsklinikum Ulm.
Tel: 0731 500-43043
Prof. Dr. Nicole Rotter wurde mit dem "Anton-von-Tröltsch-Preis" geehrt.
Quelle: Foto: UK Ulm
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Gesellschaft, Medizin
überregional
Forschungsprojekte, Personalia
Deutsch

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