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26.06.2009 11:10

Der Siebenschläfer: Cleverer Familienplaner statt Wetterprophet

Eva Goris Kommunikation
Deutsche Wildtier Stiftung

    Wetter-Kapriolen haben Deutschland derzeit fest im Griff. Interessiert blickt die meteorologisch geteilte Republik morgen auf die Wetterkarte, denn am 27. Juni ist Siebenschläfer-Tag. Nach einer alten Bauernregel entscheidet sich am Samstag wie das Wetter in den nächsten sieben Wochen wird. Gibt es Regen oder wird die Sonne scheinen?

    "Der Siebenschläfer ist zwar kein tierischer Meteorologe, wie ihm zugeschrieben wird, aber auch für ihn ist das Wetter in den nächsten Wochen nicht ganz unwichtig", sagt Birgit Radow, Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung. "Denn jetzt macht der kleine Nager Familienplanung!" Dabei verfügt er über eine besondere Fähigkeit.

    "Der mausähnliche Nager mit den rundlichen Ohren 'erahnt' offenbar schon im Juni, ob das Jahr ein gutes Jahr für die Bucheckern-Ernte ist oder nicht", so Radow. Bucheckern sind die Hauptnahrungsquelle für Siebenschläfer (Glis Glis). Mit den Samen frisst er sich seine Reserven an Winterspeck an und füttert den Nachwuchs. "Wachsen nur wenige Bucheckern, gibt es kaum Futter für den Nachwuchs und es kommen deshalb auch weniger Siebenschläfer auf die Welt", erklärt die Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung.

    Nach welchen Mechanismen und Zusammenhängen diese biologische Empfängnisverhütung funktioniert, ist längst nicht erforscht. Noch gibt der Siebenschläfer der Wissenschaft Rätsel auf. Mit ihrem Forschungspreis fördert die Deutsche Wildtier Stiftung deshalb eine Biologin, die über den Siebenschläfer forscht.

    Der Siebenschläfer gilt als bedroht. Mittlerweile gehört das knapp 100 Gramm schwere Tier mit dem buschigen Schwanz in Deutschland zu den geschützten Arten. "Eigentlich müsste der Siebenschläfer Langschläfer heißen", so Radow. "Denn er ist quasi gerade erst aus dem Winterschlaf erwacht." Von Anfang September bis in den Mai hinein hat das Nagetier geschlafen. "Auch jetzt lässt er sich tagsüber nur ungern blicken. Nachts wird er dann oft für einen Einbrecher gehalten, denn der kleine Kerl macht Lärm wie ein Großer", sagt die Geschäftsführerin.

    Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de


    Weitere Informationen:

    http://Pressekontakt
    http://Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Telefon 040 73339-1874, Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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