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Wissenschaft
Jasmin Berdel, Daniel Müller und Florian Stegmüller haben
beim Postbank Finance Award 2009 den ersten Platz belegt.
Das Team und seine Betreuerin Professorin Marliese Uhrig-
Homburg haben die Jury mit einem Vorschlag zur besseren
Risiskobewertung von Krediten überzeugt. Das Preisgeld von
30.000 Euro kommt sowohl dem Lehrstuhl als auch dem Team
zugute.
Wettbewerbsaufgabe war es, "Lehren aus der Finanzkrise" zu
formulieren. Ursprung der Finanzkrise war der Zusammenbruch des
amerikanischen Immobilienmarktes: Milliardenkredite fielen aus.
Dabei ging es vor allem um Subprime-Kredite, also solche an
Kreditnehmer mit geringer Kreditwürdigkeit. Die Karlsruher
Wirtschaftsmathematiker und -ingenieure haben daher Vorschläge
erarbeitet, wie man Risiken bei der Kreditvergabe besser ermitteln,
transparenter darstellen - und vor allem eingrenzen - kann. "Wir
haben untersucht, wie sich Probleme der Wertschöpfungskette
gegenseitig beeinflussen: von der Kreditvergabe bis zu der
Weitergabe von Krediten auf dem Kapitalmarkt", sagt der Sprecher
des Karlsruher Teams, Daniel Müller. "So lässt sich erklären, wie es
zu Fehleinschätzungen bei der Bewertung von Kreditrisiken
kommen konnte." Diesen Beitrag zeichnete die Jury aus, weil er "an
den Kern des Problems" gehe, so der Juryvorsitzende Günter
Franke, Professor für Internationales Finanzmanagement und Leiter
des Zentrums für Finanzen und Ökonometrie an der Universität
Konstanz, in seiner Laudatio.
Ebenfalls einen ersten Preis erhielt das Team der Technischen
Universität Darmstadt, Platz drei ging an Studierende der Zeppelin
University in Friedrichshafen. Eine Jury mit Vertretern aus
Wirtschaft, Wissenschaft und Medien hatte die Preisträger
ausgewählt. In den vergangenen acht Monaten hatten insgesamt 38
Teams von 26 Universitäten und Hochschulen aus Deutschland und
Österreich Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Mit der Auszeichnung
will die Postbank Studierende aller Fachrichtungen ermutigen, sich
mit aktuellen Fragen der Finanzwirtschaft zu beschäftigen. Der
Postbank Finance Award ist mit insgesamt 70.000 Euro der am
höchsten dotierte deutsche Hochschulpreis.
Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das
Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft
und die Universität Karlsruhe zusammen. Damit wird eine
Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre
in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut. Im KIT
arbeiten insgesamt 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen
Budget von 700 Millionen Euro. Das KIT baut auf das
Wissensdreieck Forschung - Lehre - Innovation.
Die Karlsruher Einrichtung ist ein führendes europäisches
Energieforschungszentrum und spielt in den
Nanowissenschaften eine weltweit sichtbare Rolle. KIT setzt
neue Maßstäbe in der Lehre und Nachwuchsförderung und zieht
Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an. Zudem ist das KIT ein
führender Innovationspartner für die Wirtschaft.
Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:
www.kit.edu
Das Foto kann in druckfähiger Qualität angefordert werden unter:
presse@verwaltung.uni-karlsruhe.de oder +49 721 608-7414.
Erfolgreich: Florian Stegmüller, Jasmin Berdel, Professorin Marliese Uhrig-Homburg, Daniel Müller
Quelle: (Foto: Deutsche Postbank AG)
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Wirtschaft
regional
Studium und Lehre, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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