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Wissenschaft
Wie die Behörde für Wissenschaft und Forschung heute bekannt gab, wird der Exzellenzcluster "Nano-Spintronik" im Rahmen der Hamburger Landesexzellenzinitiative ab sofort für zunächst eineinhalb Jahre gefördert. Der interdisziplinär ausgerichtete Exzellenzcluster unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Wiesendanger vom Institut für Angewandte Physik der Universität Hamburg basiert auf der Zusammenarbeit von international anerkannten Forschungsgruppen der Departments Physik, Chemie, Informatik und Mathematik der Universität sowie der Helmholtz-Zentren DESY und GKSS.
Der Fokus dieses Exzellenzclusters wird auf der Grundlagenforschung in den Bereichen der Metall-, Halbleiter-, Molekül- und Atom-basierten Spintronik liegen, welche die Konzepte der Nanoelektronik und der molekularen Elektronik mit dem Spin (Eigendrehsinn) der Elektronen vereint. Dabei wird das visionäre Ziel verfolgt, nanoskalige Spintronik-Bauelemente zu entwickeln, wobei u.a. Prozesse der automatisierten Atommanipulation sowie der magnetischen Analyse auf atomarer Ebene genutzt werden sollen, um neue Konzepte der magnetischen Datenspeicherung und Logik auf Einzelatomebene zu realisieren. Als Beispiel der einzigartigen Möglichkeiten, magnetische Strukturen aus einzelnen atomaren Bausteinen aufzubauen, ist das Logo der Universität Hamburg aus 21 einzelnen Eisenatomen konstruiert worden (siehe Abbildung). Dabei wurde ein spinsensitives Rastertunnelmikroskop genutzt, welches gleichzeitig einzelne Atome manipulieren und deren magnetische Zustände "auslesen" kann. Derartige Experimente können derzeit weltweit nur am Forschungsstandort Hamburg durchgeführt werden.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Roland Wiesendanger - Tel.: (0 40) 4 28 38 - 52 44
Dipl.-Chem. Heiko Fuchs - Tel.: (0 40) 4 28 38 - 52 44
Fax: (0 40) 4 28 38 - 24 09
E-Mail: wiesendanger@physnet.uni-hamburg.de
E-Mail: hfuchs@physnet.uni-hamburg.de
Institut für Angewandte Physik
Universität Hamburg
Jungiusstr. 11a, 20355 Hamburg
http://www.sfb668.de - Weiterführende Internet-Seite
Logo der Universität Hamburg, aufgebaut aus 21 magnetischen Eisenatomen auf einer Kupferoberfläche
Quelle: Forschungsgruppe Prof. Roland Wiesendanger, Universität Hamburg
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Chemie, Informationstechnik, Mathematik, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
überregional
Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
Deutsch

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