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03.07.2009 11:43

TU Hamburg-Harburg: Erfolgreich bei der Hamburger Landesexzellenzinitiative

Jutta Katharina Werner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Pressestelle
Technische Universität Hamburg-Harburg

    Die TU Hamburg-Harburg (TUHH) ist erfolgreich aus dem Hamburger Landeswettbewerb zur Förderung exzellenter Grundlagenforschung hervorgegangen. Beide Vorhaben, die im Januar eingereicht worden waren, werden künftig jährlich mit jeweils 1,3 Millionen Euro gefördert werden. Einen Durchbruch in der Biotechnologie erhoffen sich die Forscher des Clusters "Fundamentals for synthetic biological systems". Dabei geht es um effektivere Methoden zur Herstellung zum Beispiel von Medikamenten. Im Cluster "Integrierte Materialsysteme" (IMS)" suchen die Wissenschaftler nach maßgeschneiderten Werkstoffen für die industrielle Herstellung.

    it ihrem erfolgreichen Abschneiden in der ersten Runde der Landesexzellenzinitiative hat die TUHH zugleich ihre Chance erhöht, in naher Zukunft auch auf nationaler Ebene in Programmen zur Förderung der Spitzenforschung mitzuwirken. "Es ist ein grandioses Ergebnis für die TUHH, im Rahmen der Landesinitiative beide Anträge gefördert zu sehen, und eine Auszeichnung für unsere Wissenschaftler!", sagte TUHH-Präsident Prof. Dr.-Ing. Edwin Kreuzer. Es zeige, dass die TUHH mit ihrer neuen Politik, Schwerpunkte in zukunftsweisenden Forschungsfeldern zu setzen, auf dem richtigen Weg sei.
    In der ersten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder hatten jene Bundesländer besonders erfolgreich abgeschnitten, die bereits im Vorfeld über spezielle Förderprogramme zur Einwerbung von Drittmitteln verfügten und deren Wissenschaft auf diese Weise frühzeitig gestärkt wurde, wie dies nun auch in Hamburg der Fall ist.

    Im Cluster "Fundamentals for synthetic biological systems (SynBio) arbeitet die TUHH mit der Universität Hamburg und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) bei DESY zusammen.
    Ziel ist die Optimierung vorhandener und die gezielte Entwicklung neuer, synthetischer Stoffwechselprozesse für die biotechnologische Produktion zum Beispiel von neuartigen Medikamenten oder regenerativen Energieträgern. So hoffen die Forscher auf diesem Wege einen Durchbruch zum Beispiel bei der Wasserstoff-Synthese aus Biomasse für den Antrieb von Autos erreichen zu können. An der TUHH wird damit ein neues Forschungsfeld an der Schnittstelle der Bio- und Ingenieurwissenschaften etabliert, das die Biotechnologie und die Life Sciences insgesamt revolutionieren könnte. Die beteiligten Forscher gehen davon aus, dass dieses neue Forschungsgebiet der Synthetischen Systembiotechnologie in seiner Bedeutung vergleichbar ist mit der Entwicklung der Halbleitertechnik für die Elektro- und Informationstechnologie. "Die Verknüpfung von Chemie, Biologie und Ingenieurwissenschaften in diesem Cluster ist einzigartig und wird den Weg zu einer erfolgreichen Bewerbung in der nächsten Bundesexzellenzinitiative ebnen", sagt der Koordinator des Clusters, Prof. Dr. An-Ping Zeng. Der Bioverfahrenstechniker leitet an der TUHH das Institut für Bioprozess -und Biosystemtechnik. Er ist ein international anerkannter Experte in dem noch jungen Wissenschaftszweig der Systembiologie.

    Die TUHH hatte sich mit zwei Vorhaben aus der Grundlagenforschung an der Anfang des Jahres ausgeschriebenen Landesexzellenzinitiative beworben. Das Ziel des gemeinsam von der TUHH, den Forschungszentren GKSS und DESY sowie der Universität Hamburg beantragten Landesexzellenzclusters "Integrierte Materialsysteme (IMS)" ist die Entwicklung neuer Werkstoffe, die maßgeschneidert für die Anwendung hergestellt werden und Schädigungen ausgleichen können. Das Vorhaben beschäftigt sich mit widerstandsfähigen, leichtgewichtigen Materialien, die besondere Werkstoffeigenschaften aufweisen. Von besonderem Interesse sind dabei integrierte Materialsysteme und deren Potenzial. Werkstoffe und Werkstofftechnologien sind in Deutschland die Basis einer 1-Billion-Euro umsatzstarken Industrie. Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in der Metropolregion Hamburg sowie den benach-barten norddeutschen Bundesländern zählen die Luftfahrt- und Automobilindustrie, die Windkraftindustrie sowie der Hamburger Hafen, in denen Leichtbau-Strukturbauteilen einen Schlüsselrolle zukommt. Koordinator des Verbundprojekts ist Prof. Dr.-Ing. Gerold Schneider, Leiter des Instituts für Keramische Hochleistungswerkstoffe der TUHH.

    Für Rückfragen:
    TUHH-Pressestelle
    Jutta Katharina Werner
    Tel. 040/42878-4321
    E-Mail: j.werner@tuhh.de

    Institut für Bioprozess -und Biosystemtechnik
    Prof. Dr. An-Ping Zeng
    Tel. 040/ 42878-4183
    E-Mail: aze@tu-harburg.de

    Institut für Keramische Hochleistungswerkstoffe
    Prof. Dr.-Ing. Gerold Schneider
    Tel. :040/42878-3037
    E-Mail: g.schneider@tuhh.de


    Bilder

    Prof. Dr. Gerold Schneider
    Prof. Dr. Gerold Schneider
    Quelle: TUHH

    Prof. Dr.  An-Ping Zeng
    Prof. Dr. An-Ping Zeng
    Quelle: TUHH


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Energie, Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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