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06.07.2009 15:05

Erkrankungen des Zentralnervensystems im Fokus - Neue Forschungsgelder für ForNeuroCell

Ninetta Palmer Öffentlichkeitsarbeit
Bayerische Forschungsallianz GmbH

    Am 1. Juli 2009 startete der Bayerische Forschungsverbund "Adulte Neurale Stammzellen" (ForNeuroCell) in eine zweite Förderphase. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst stellt für die nächsten drei Förderjahre rund 2,5 Mio. € zur Verfügung. Dabei steht die Erforschung des Potentials von Adulten Neuralen Stammzellen für eine wiederherstellende, zellbasierte Therapie von neurodegenerativen Erkrankungen des Zentralnervensystems im Mittelpunkt.

    Viele Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS) wie z.B. die Parkinson'sche Krankheit und Alzheimer, verursachen einen dauerhaften Verlust von Nerven- und glialen Zellen, mit der Folge eines Ausfalls der damit verbundenen Funktionen und einer schwerwiegenden und bleibenden Beeinträchtigung der betroffenen Patienten.
    Die Entdeckung von neuralen Stamm- und Vorläuferzellen im erwachsenen (adulten) Gehirn, welche die Fähigkeit haben, sich zu vervielfältigen und in Nervenzellen und in gliale Zellen auszureifen, hat große Hoffnungen auf regenerative Therapien von Erkrankungen des ZNS geweckt.

    Ziel des bayerischen Forschungsverbundes Adulte Neurale Stammzellen ist es, das Potential dieser Zellen im Hinblick auf eine therapeutische Anwendung und funktionelle Wiederherstellung zu erforschen. In dem interdisziplinären Verbund arbeiten grundlagenorientierte Arbeitsgruppen mit neurowissenschaftlichen, klinischen Arbeitsgruppen an folgenden Fragestellungen zusammen: Wie sind der Erhalt der adulten Stammzellen und die einzelnen Schritte auf dem Weg der Stammzellen zu einer ausdifferenzierten Nerven-/Gliazelle reguliert? Wie werden diese in ein komplexes Netzwerk funktionell eingebaut, und wie kann auf längere Sicht eine therapeutische Anwendung erreicht werden?

    In der ersten Förderphase von ForNeuroCell wurden bereits wichtige Plattformen und eine enge Vernetzung grundlagenorientierter Neurowissenschaften mit Bildgebungstechnologien und klinisch orientierten Arbeitsgruppen etabliert. In einem zweistufigen Auswahlverfahren wurde der Forschungsverbund für eine zweite Förderphase inhaltlich und methodisch durch drei Arbeitsgruppen ergänzt und gestärkt:
    1) Rolle der extrinsischen Faktoren in der Neurogenese
    2) Expertise im Bereich Oligodendrogliogenese
    3) Zwei-Photonen-Mikroskopie

    ForNeuroCell II besteht aus 10 Arbeitsgruppen der Universitäten München (LMU und TU), Regensburg, Erlangen und Würzburg und dem Helmholtz Zentrum München. Der Sprecher des Verbundes ist Prof. Dr. Jürgen Winkler von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
    Mit dem Verbund ForNeuroCell II werden die Expertisen auf dem Gebiet der Adulten Neuralen Stammzellen in Bayern gebündelt und die Grundlage für die Nachhaltigkeit der adulten neuralen Stammzellforschung in Bayern geschaffen. "Die Arbeit des Forschungsverbundes ist daher von herausragendem Interesse", betonte der bayerische Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch.

    Nähere Informationen zu den geförderten Projekten finden Sie in Kürze unter:
    http://www.bayfor.org/forneurocell2

    Kontakt:

    Sprecher:
    Prof. Dr. Jürgen Winkler
    Universitätsklinikum
    Leiter der Molekular-Neurologischen Abteilung
    Schwabachanlage 6
    D-91054 Erlangen

    Telefon: ++49-9131-853 9323
    Fax: +49-9131-853 6597
    E-mail: juergen.winkler@uk-erlangen.de

    Geschäftsführerin:
    Dr. Rosi Lederer
    ForNeuroCell
    Physiologisches Institut
    Lehrstuhl für Physiologische Genomik
    Pettenkoferstr.12
    80336 München

    Tel +49 89 2180 75258
    +49 89 3187 3864
    Fax +49 89 2180 75216
    E-Mail: rosi.lederer@med.uni-muenchen.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

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