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Wissenschaft
"Quenstedt's Erbe - Wissenschaft in drei Generationen"
Am 9. Juli 2009 jährt sich der Geburtstag von Friedrich August Quenstedt zum 200. Mal. Aus diesem Anlass findet am Freitag, 10. Juli 2009, um 14 Uhr im Audimax der Neuen Aula eine Gedenkveranstaltung statt. Die Redebeiträge der Veranstaltung stehen unter dem Motto "Quenstedt's Erbe - Wissenschaft in drei Generationen":
- Prof. Dr. Helmut Hölder: "Friedrich August Quenstedt - ein Blick auf sein Leben und Werk".
- Prof. Dr. Adolf Seilacher: "Von der Petrefaktenkunde zur Paläobiologie".
- Prof. Dr. Michal Kucera: "Fossilien und Klima vergangener Zeiten - zurück in die Zu-kunft".
Friedrich August Quenstedt wurde 1837 - mit 28 Jahren - auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für "Mineralogie und Geognosie" berufen, den er über ein halbes Jahrhundert bis zu seinem Tod am 9.10.1889 inne hatte. König Wilhelm I und seine Minister gingen bei der Einrichtung der Professur von der Vorstellung aus, im Land Württemberg Steinkohlelager aufzufinden. Als diese Erwartung enttäuscht wurde, widmete Quenstedt sich der Erkundung der Ölschiefer-Vorkommen und ihrem Erdöl-Gehalt, dem Posidonienschiefer der Schwäbischen Alb. Hier hat er die erdgeschichtliche Vorzeit schichtenweise an Hand der versteinerten Lebensformen bearbeitet und die jeweiligen "Leitfossilien" bestimmt. Als einer der ersten hat er die kontinuierlichen Entwicklungszusammenhänge der Gesteine und der darin enthaltenen Fossilien erkannt und damit der Biostratigraphie zum Durchbruch verholfen, d.h. des Zweiges der Geologie, der die zeitliche Aufeinanderfolge der Sedimentschichten mit Hilfe von Leitfossilien gliedert. Quenstedt wurde nicht nur im gleichen Jahr wie Darwin geboren, sondern vertrat auch Thesen, die viele Affinitäten zum Werk von Charles Darwin aufweisen.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geowissenschaften, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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