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Im vergangenen Jahr setzte die Akkreditierungskommission der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover die Akkreditierung der vermittlungswissenschaftlichen Studiengänge an der Universität Flensburg aus. Hauptkritikpunkt der Kommission war die nicht ausreichende personelle Ausstattung der Universität. Land und Universität schufen in den vergangenen Monaten die Voraussetzungen für die Akkreditierung. Im April wurde das Verfahren wieder aufgenommen, gestern wurde es erfolgreich abgeschlossen - die vermittlungswissenschaftlichen Studiengänge an der Universität Flensburg sind akkreditiert.
Nachdem die Akkreditierungskommission der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) im Sommer 2008 die Akkreditierung der vermittlungswissenschaftlichen Studiengänge an der Universität Flensburg für einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten aussetzte, legte die Landesregierung einen Sonderfonds im Volumen von 600.000 Euro auf, um kurzfristig die Studienbedingungen in den Vermittlungswissenschaften zu verbessern. Finanziert werden seit Wintersemester 2008/2009 mit den Mitteln unter anderem befristete Beschäftigungsverhältnisse, Tutorenprogramme und Lehraufträge. Die Ausstattung in den Vermittlungswissenschaften konnte ebenfalls verbessert werden, zum Beispiel durch die Schaffung einer Mediathek und durch die Erneuerung des geowissenschaftlichen Computerpools. So konnte vor allem der im Herbst 2008 beginnende einjährige Masterstudiengang für die Lehrerausbildung von diesen Maßnahmen profitieren. Das Land erhöhte außerdem ab dem Jahr 2009 die Grundzuweisung der Universität Flensburg um 1,4 Millionen Euro pro Jahr zur Finanzierung einer verbesserten Personalausstattung in der Lehrerbildung an der Universität. Hierzu erhielt die Universität insgesamt 23 neue Stellen, von denen vier von der Christian-Albrechts-Universität an die Universität Flensburg verlagert wurden. Gestärkt werden durch jeweils eine neue Professur die Fächer Schulpädagogik, Sachunterricht, Philosophie und evangelische Theologie. Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter werden in den Fachgebieten Schulpädagogik, Deutsch, Mathematik, Englisch, katholische Theologie, Dänisch, Geographie, Physik/Chemie, Technik und Philosophie geschaffen, außerdem in den Fächern Niederdeutsch und Soziologie.
In den vergangenen Monaten wurden beanstandete Lehrmodule überarbeitet und Korrekturen im Bereich der Prüfungen durchgeführt, die insgesamt auf eine Reduzierung der Prüfungsbelastungen herauslaufen. Im April wurde das Verfahren wiederaufgenommen. Die Akkreditierungskommission teilte heute Prof. Dr. Heiner Dunckel, Rektor der Universität Flensburg, die gute Nachricht mit. "Wir haben die Akkreditierung der vermittlungswissenschaftlichen Studiengänge endgültig geschafft. Die Umstellung der Lehrerausbildung auf die Bachelor- und Masterabschlüsse war ein ehrgeiziges Projekt, das nun erfolgreich beendet werden konnte. Für die Hochschule und für mich ist der heutige Mittwoch ein sehr erfreulicher Tag", sagt Heiner Dunckel.
Die Akkreditierung ist im Hochschulgesetz als ein Verfahren der Qualitätssicherung festgelegt und dient dem Ziel, die Qualität von Lehre und Forschung im nationalen und internationalen Vergleich zu sichern.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
regional
Organisatorisches, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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