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Bereits zum zweiten Mal hat sich der bangladeschische Physiker Prof. Dr. A. A. Mamun die Ruhr-Universität Bochum für einen Forschungsaufenthalt ausgesucht. Der ehemalige Humboldt-Stipendiat, der im Jahr 1999 an der RUB forschte, ist noch bis Ende August zu Gast bei Prof. Dr. Padma Kant Shukla am Institut für Theoretische Physik der Ruhr-Universität. Gemeinsam erforschen sie so genannte Staubige Plasmen im All und deren Interaktionen mittels Laborsimulation und Berechnung. Die beiden Physiker arbeiten seit 1995 auf diesem Gebiet zusammen und haben unter anderem das Lehrbuch "Introduction to Dusty Plasma Physics" verfasst.
Bochum, 21.07.2009
Nr. 232
Staubige Plasmen im All und im Labor
Wieder zu Gast in Bochum: Prof. Mamun aus Bangladesch
Forschungsaufenthalt für Bessel-Preisträger der Humboldt-Stiftung
Bereits zum zweiten Mal hat sich der bangladeschische Physiker Prof. Dr. A. A. Mamun die Ruhr-Universität Bochum für einen Forschungsaufenthalt ausgesucht. Der ehemalige Humboldt-Stipendiat, der im Jahr 1999 an der RUB forschte, ist noch bis Ende August zu Gast bei Prof. Dr. Padma Kant Shukla am Institut für Theoretische Physik der Ruhr-Universität. Gemeinsam erforschen sie so genannte Staubige Plasmen im All und deren Interaktionen mittels Laborsimulation und Berechnung. Die beiden Physiker arbeiten seit 1995 auf diesem Gebiet zusammen und haben unter anderem das Lehrbuch "Introduction to Dusty Plasma Physics" verfasst.
Bessel-Forschungspreis
Der neuerliche Forschungsaufenthalt an der RUB ist Teil des Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreises der Alexander von Humboldt-Stiftung, den Prof. Mamun vor kurzem für seine herausragenden Forschungsleistungen verliehen bekam. Die Preisträger sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durchzuführen. Der Aufenthalt kann zeitlich aufgeteilt werden. Der Preis ist mit 45.000 Euro dotiert.
Einblick in komplexe Plasmen
Die komplexen (staubigen) Plasmen sind ein noch junges Fachgebiet der modernen Plasmaphysik. Diese Plasmen sind zum Beispiel in den Ringen von großen Planeten und Kometen zu finden und an der Neubildung von Sternen beteiligt. Die Fähigkeit staubiger Plasmen, sich zu Kristallen zusammenzusetzen, soll für die Herstellung neuer Materialien genutzt werden. Damit sind die komplexen Plasmen sowohl für die Industrie als auch die Astro- und Umweltphysik bedeutend. Innerhalb der staubigen Plasmen entdeckte Prof. Mamuns Gastgeber Prof. Shukla vor einigen Jahren die so genannten Dust Acoustic Waves. Das sind elektrostatische Wellen in komplexen Plasmen, die mit bloßem Auge sichtbar sind. Zusammen haben die beiden Forscher über 100 Artikel in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht. Während seines Aufenthalts in Bochum erforscht Prof. Mamun insbesondere die Prozesse und nichtlinearen Strukturen in den komplexen Plasmen.
Zur Person: Prof. Mamun
Prof. Dr. A. A. Mamun wurde 1966 in Dhaka, Bangladesch geboren. Nach dem Bachelor- und Masterstudium in Dhaka wurde er 1997 an der St. Andrews University in Schottland promoviert (Ph.D.). Seit 2004 ist er Professor am Department of Physics der Jahangirnagar University in Dhaka. Prof. Mamun hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, u. a. den "Best Young Scientist Prize" im Jahr 2000, verliehen durch das International Centre for Theoretical Physics in Triest (Italien). 1999 erhielt er ein Post-Doctoral Research Fellowship der Humboldt-Stiftung, 2004 ein Max Planck Research Fellowship.
Weitere Informationen
Prof. Dr. A. A. Mamun, Institut für Theoretische Physik IV, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-23729, E-Mail: mamun_phys@yahoo.co.uk
Redaktion: Jens Wylkop
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Physik / Astronomie
überregional
Personalia
Deutsch

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