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31.07.2009 14:48

Leberforschung wird mit einer Million Euro gefördert

Rudolf-Werner Dreier Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

    Aus dem Interreg-Programm der Europäischen Union wird unter anderem ein Projekt zur Erforschung von Lebererkrankungen der Inneren Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg unterstützt. Das "Hepato-Regio-Net" wird mit rund einer Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Als Sprecher fungiert Prof. Dr. Robert Thimme, Geschäftsführender Oberarzt und als Projektkoordinator Dr. Richard Fischer, Oberarzt der Inneren Medizin II, des Universitätsklinikums Freiburg.

    Ziel des "Hepato-Regio-Net" ist eine enge Vernetzung der drei Universitäts-Standorte Freiburg, Strasbourg und Basel, die alle einen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkt auf dem Gebiet der Hepatologie, also der Leberforschung, aufweisen. Zur Verbesserung der Aufklärungsarbeit sowie Therapie von Patienten mit Lebererkrankungen in anderen Regionen des Oberrheingebietes wurden zusätzlich gastroenterologische Schwerpunktpraxen in Karlsruhe, Baden-Baden, Landau und Gaggenau in die geplanten Symposien und Vortragsreihen mit eingebunden.
    Lebererkrankungen sind eine häufige Ursache für chronische Erkrankungen und die fünfthäufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen. Die jahrelang dauernde Leberentzündung führt häufig zu einer Arbeitsunfähigkeit der Patienten und zu Krankenhausaufenthalten mit entsprechenden ökonomischen und sozialen Folgeschäden. Chronische Leberentzündungen sind außerdem die häufigste Ursache für das Leberzellkarzinom, das weltweit eine der häufigsten zum Tode führenden Krebserkrankungen ist. Die meisten chronischen Leberentzündungen sind nur unzureichend behandelbar, oft ist die Lebertransplantation die einzige Option, den Patienten ein Überleben zu ermöglichen.
    Die Abteilung Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg, unter der Leitung des Ärztlichen Direktors Professor Dr. Dr. h.c. mult.
    Hubert E. Blum, ist ein international angesehenes Zentrum für Hepatitisvirusinfektionen. Mehrere Arbeitsgruppen der Abteilung beschäftigen sich mit virologischen und immunologischen Aspekten der Hepatitis B und C-Virusinfektion. Die herausragende Stellung der Abteilung auf dem Gebiet der Lebererkrankungen ist kürzlich durch die Einrichtung der ersten Heisenberg-Professur für Hepatologie an Professor Dr. Robert Thimme, und durch die Bewilligung einer Forschergruppe auf dem Gebiet der Virushepatitis gemeinsam mit der Universität Heidelberg, bestätigt worden. Weiterhin werden die Freiburger Untersuchungen zu Lebererkrankungen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Robert Thimme
    Innere Medizin II
    Tel.: 0761/270- 3401
    E-Mail: robert.thimme@uniklinik-freiburg.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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