idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Die Universität Bayreuth errichtet am Standort Kulmbach eine Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität (ForN). Gemeinsam mit dem Max Rubner-Institut (MRI, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel) will sie den Wissenstransfer zwischen Grundlagenforschung, angewandter Forschung und industrieller sowie handwerklicher Praxis weiter vorantreiben. ForN wird darauf hinarbeiten, dass Unternehmen einen verbesserten Zugang zu Ergebnissen der Grundlagenforschung, zu hoch entwickelten Methoden und Messtechniken sowie zu exzellent ausgebildetem Personal erhalten. ForN wird von 2009 bis 2015 aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Bayreuth (UBT). Aufgrund eines von der Universität Bayreuth vorgelegten Projektantrags entsteht am Standort Kulmbach die neue "Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität (ForN)". Die Forschungsstelle wird von 2009 bis 2015 eine Förderung in Höhe von 942.000 € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)erhalten. Die Regierung von Oberfranken hat jetzt die Förderung aufgrund einer Ermächtigung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst bewilligt. Heute überreichte Herr Regierungspräsident Wilhelm Wenning in seinen Empfangsräumen den Zuwendungsbescheid an die Universität Bayreuth, die mit ihrem Präsidenten Professor Dr. Rüdiger Bormann und ihrem Vizepräsidenten Professor Dr. Ortwin Meyer und weiteren Repräsentanten vertreten war. Für die mitfördernde Industrie war Herr Hans Albert Ruckdeschel (Fa. IREKS, Kulmbach) zugegen und als maßgeblicher politischer Unterstützer Herr Oberbürgermeister Henry Schramm (Kulmbach). Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 1.884 Mio €. Die Universität Bayreuth bringt dabei einen Eigenanteil von 498.000 € ein. Sie beabsichtigt, die Forschungsstelle über 2015 hinaus weiterzuführen. Unternehmen der Lebensmittelbranche aus der nordostbayerischen Region leisten einen Beitrag von weiteren 444.000 €. Die Ansiedlung der Forschungsstelle stärkt die Lebensmittelforschung an der Universität Bayreuth ganz erheblich und stellt eine deutliche Aufwertung und Stärkung des Lebensmittelstandortes Kulmbach dar.
Die Region Bayreuth-Kulmbach zeichnet sich durch eine breite Vielfalt von Kompetenzen in der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln aus: Sowohl Wissenschaftsinstitutionen als auch kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU?s) verfügen auf diesem Gebiet über hervorragende innovative Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Die neue Forschungsstelle verfolgt das strategische Ziel, diese Potenziale weiter zu stärken, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sowie Wachstum und Beschäftigung nachhaltig zu fördern. Ein wichtiger Partner in diesem Bündnis ist das Max Rubner-Institut (MRI, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel mit allen Instituten in Deutschland), das mit der Universität Bayreuth über einen Kooperationsvertrag verbunden ist. Gemeinsam wollen sie den Wissenstransfer zwischen Grundlagenforschung, angewandter Forschung und industrieller sowie handwerklicher Praxis weiter vorantreiben. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird ForN darauf hinarbeiten, dass die gewerbliche Wirtschaft einen verbesserten Zugang zu Ergebnissen der Grundlagenforschung, zu hoch entwickelten Methoden und Messtechniken sowie zu exzellent ausgebildetem Personal erhält.
ForN wird anwendungsorientierte Forschungen im vorwettbewerblichen Raum betreiben, kooperative Projekte mit Unternehmen durchführen sowie Fort- und Weiterbildungsangebote entwickeln. Die Universität Bayreuth kann dabei auf langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit klein- und mittelständischen Firmen - also auch mit Betrieben, in denen weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigt sind - zurückgreifen. Im Rahmen einer Kooperation ist beispielsweise
ein "Eigenkontrollkonzept für handwerkliche Fleischereibetriebe" als Grundpfeiler für deren Lebensmittelsicherheit entwickelt worden. Das Konzept ist in rund 60 Betrieben in Oberfranken umgesetzt, erprobt und geprüft worden. Entsprechend den Zielvereinbarungen, die die Universität Bayreuth mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst abgeschlossen hat, wird nun durch ForN der Kontakt der universitären Forschungskompetenzen zur gewerblichen Wirtschaft weiter ausgebaut. Grundlage für ForN ist eine von Professor Dr. Ortwin Meyer (Lehrstuhl für Mikrobiologie) geleitete Gruppe, die mit großem Erfolg im Rahmen der "High-Tech-Offensive Zukunft Bayern" im Projekt "Informations- und Transferzentrum Lebensmittelsicherheit / -technologie (ITL)" über besondere Aspekte der Lebensmittelsicherheit in kleinen und mittleren Betrieben arbeitet und soeben den Abschlussbericht vorgelegt hat. Des Weiteren sind auch Professor Dr. Paul Rösch (Lehrstuhl Struktur und Chemie der Biopolymere) und Professor Dr. Stefan Leible (Lehrstuhl für Zivilrecht IV und Direktor der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht) in der Lebensmittelforschung an der Universität aktiv. Die Planungen und Anträge für ForN wurden von Herrn Dr. Heinz-Walter Ludwigs (Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer) koordiniert.
Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), einem Strukturfonds der Europäischen Union, werden - entsprechend den Vorgaben der EU - Maßnahmen gefördert, die dazu beitragen, regionale Unterschiede in der ökonomischen Entwicklung auszugleichen und dadurch den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt zu stärken. Einerseits sollen dabei die Regionalwirtschaften entwickelt und strukturell angepasst werden. Andererseits soll die grenzübergreifende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit gefördert werden, um zu einer nachhaltigen räumlichen Entwicklung beizutragen.
Ansprechpartner
für weitere Informationen:
Vizepräsident Prof. Dr. Ortwin Meyer
Telefon 0921/55-2729
E-Mail: ortwin.meyer@uni-bayreuth.de
Nach der Überreichung des Zuwendungsbescheids in den Empfangsräumen der Regierung von Oberfranken: H ...
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege
regional
Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).