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18.08.2009 17:43

Psychosoziale Kompetenz von Studienbewerbern: Neues Testverfahren

Maren Puttfarcken Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Die Medizinische Fakultät des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat am Dienstag erstmals Studienbewerber anhand von multiplen Mini-Interviews ausgewählt. Das in Kanada seit 2001 erprobte Verfahren wurde eigens für das UKE angepasst. Es bietet eine zuverlässigere Basis für die Bewertung der psychosozialen Kompetenzen eines Bewerbers als eine normale Interviewsituation.

    "Die Medizinische Fakultät hat sich zum Ziel gesetzt, unter der Vielzahl der sehr guten Bewerber diejenigen auszuwählen, die sowohl psychosozial als auch naturwissenschaftlich sehr gute Voraussetzungen mitbringen. Ein guter Arzt braucht beides", sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät des UKE.

    Bei den sogenannten "Multiplen Mini-Interviews" werden die psychosozialen Kompetenzen geprüft. Die Bewerber werden in zwölf je fünf Minuten dauernden Stationen von geschulten Juroren in standardisierten Situationen geprüft. "Normale Auswahlgespräche sind sehr situations- und personenabhängig", sagt Prof. Dr. Wolfgang Hampe, Professor für Biochemie mit Schwerpunkt Lehre. "Wer spricht wann und mit wem in welcher Stimmung - und worüber. All diese Faktoren bestimmen das Ergebnis eines Interviews. Die zwölf Stationen ermöglichen im Mittelwert eine zuverlässigere Einschätzung des Bewerbers", erklärt Prof. Hampe. Mehrere Studien bestätigten dies.

    Das Testergebnis eines Bewerbers wird mit seiner Abiturnote kombiniert. Die Stationen werden gleich gewichtet, maximal 52 Punkte können erzielt werden. Diese werden zur Abiturnote (maximal 60 Punkte) hinzuaddiert. Aus der Gesamtpunktzahl wird eine Rangliste erstellt. In diesem Jahr werden voraussichtlich 25 der geladenen 75 Bewerber auf diese Weise einen Studienplatz erhalten.

    Die Medizinische Fakultät plant, im nächsten Jahr einen Großteil der Studierenden anhand der Kombination des im vergangenen Jahr eingeführten naturwissenschaftlichen Tests "HAM-Nat" ("Hamburger Auswahlverfahren für Medizinische Studiengänge - Naturwissenschaftsteil") und der Multiplen Mini-Interviews auszuwählen.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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